Schief und krumm


Ein viel versprechender Titel, nicht wahr? Alle mal die Schenkel zum Klopfen freimachen, die schon immer der Überzeugung waren, dass wir das nicht vernünftig hinkriegen. Jüngst wurde ich aus der allernächsten Verwandtschaft gefragt, ob wir das Haus denn bis zur Rente fertig haben wollen. Ich habe noch gewartet, ob ein entspannender Nachsatz kommen würde: „Nein, war nur ein Spaß.“ Sollte aber wohl keiner sein. Und es hat auch niemand gelacht. Wenn man von solchem „Zuspruch“ gestärkt wird, geht doch alles gleich viel leichter von der Hand.

Was ist denn nun schief und krumm? Zunächst mal ist das natürlich eine Frage der Toleranzen. Letztlich ist ja nichts richtig plangetreu, wenn man nur genau genug hinschaut und nachmisst. So viel ist klar: An den Fotos ist nichts manipuliert. Lediglich aus dem letzten Foto des vorigen Beitrags habe ich eine perspektivischen Verzerrung herausgerechnet, also die nach oben auf der Originalfotografie „stürzenden“ Linien. Ebenfalls klar ist aber: Die „Industriehölzer“ – also die OSB-Platten und die Leimschichtholzelemente, mithin das, auf dessen rechte Winkel man sich noch am ehesten verlassen kann – bringen es an den Tag, wenn irgendwas nicht rechtwinklig ist, in das sie eingefügt werden sollen. Und da die OSB-Platten sowohl die Wände als auch die Decken aussteifen – man merkt diese aussteifende Wirkung sehr deutlich auch daran, dass man sich nicht mehr wie an Bord eines schwankenden Schiffes fühlt, sobald man das Dach betritt –, sieht man sehr deutlich, ob Wände und Decken zueinander rechte Winkel bilden und ob die Wände jeweils zweidimensionale Flächen darstellen oder irgendwas gebogenes Dreidimensionales.

Meine Lektion Nummer 1 ist: Mach alles, worauf du später aufsetzt, so genau wie möglich. Viele Auf- und Anbauten bieten die Chance, vorherige Fehler zumindest teilweise zu kompensieren, aber von ganz alleine werden die Dinge immer ungenauer, addieren oder vervielfachen sich sogar Einzelfehler auf.

Lektion Nummer 2: Wasserwaagen sind gut und schön. Aber ihre Libellen zeigen Abweichungen aus dem Lot und aus der Horizontalen nicht mit beliebiger Genauigkeit an. Wenn die Luftblase sich zwischen den beiden Markierungen befindet, sollte man meinen, dass alles ausreichend genau sei. Wenn man dann aber mal die Schwerkraft zu Hilfe nimmt und ein Lot mittels Maurerschnur und Gewicht fällt, dann fällt man, und zwar schier aus allen Wolken, besonders, wenn es sich um Längen von zwei Metern und mehr handelt. Richtschnur und Lot sind daher nicht entbehrlich. Und es nützt nichts, sie erst kontrollierend am Schluss einzusetzen, denn dann ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen.

Ferner: Laserentfernungsmessgeräte mögen eine Ungenauigkeit von zwei, drei Millimetern aufweisen. Spätestens ab zwei Metern, wenn der Zollstock an seine Grenzen gekommen ist, konkurrieren sie nur noch mit Maßbändern – die im Winter etwas anderes messen als im Sommer, und bereits der Unterschied zwischen einer Sommernacht und einem unbedachten Liegenlassen eines Stahlmaßbandes in der Sonne für eine halbe Stunde kann einen das Staunen lehren. Alles, was irgendwie Metalle enthält, auch Akkuschrauber und Handkreissäge, wird so heiß, dass man bei unbedachtem Kontakt kurzzeitig an Blasenbildung glaubt, zumindest aber zurückschreckt. Ich will das nicht für jeden Sommertag postulieren, den unsere Altvorderen erlebt haben, aber für den Sommer 2018 gilt das beinahe täglich, und wir lernen ja gerade, dass so was in nahen künftigen Zeiten zur Normalität werden soll.

Die Ungenauigkeiten machen Arbeit, kosten Zeit. OSB-Platten müssen nachgeschnitten werden. Manchmal ist die Säge ein zu grobes Instrument; dann muss man mit dem Hobel ran. Das bringt Zeitpläne durcheinander. Wenn das keine Rolle spielt: Statisch sind sie in der vorliegenden Größenordnung unerheblich, und wenn später die Fugen verklebt sind, kann die Ungenauigkeiten kein Mensch mehr mit bloßem Auge erkennen, und selbst wenn es so schlimm wäre, könnte man an wichtigen Stellen mit zugeschnittenen Leisten Dicken korrigieren, bevor die letzte Schicht kommt. Innen wäre das in der Wohnung die Installationsebene mit den Gipskartonplatten, außen ist es der Putzträger. Aber Nick, unser gelegentlicher Ratgeber und Kritikus, hat getan, was manche Menschen angesichts nicht sorgfältig eingezäunter und verrammelter Baustellen (und unsere ist nicht mal symbolisch eingezäunt) ja zu gern tun: Mal reingehen, herumklettern und gucken. Und da waren die Fugen noch nicht verklebt, und da war natürlich zu sehen, wo keilförmige Luftspalte nicht korrigiert wurden, weil wir uns dachten: Die Fuge muss ohnehin abgeklebt werden. Warum sollen wir also eine Kosmetik verdeckter Ebenen betreiben? Und das hat er uns natürlich brühwarm auf die Stulle geschmiert. Da fühlt man sich dann in seiner Ehre als ambitionierter Amateur angekratzt. Aber erstens hat er einfach Recht, und zweitens ist der eine oder andere seiner Ratschläge durchaus brauchbar; schließlich hat er als mehrfacher Bauherr schon manche Bauphase durchlitten und durchlebt, wenn auch nicht alles mit eigener Hand erledigt.

Wie ging’s also nach dem abschließenden Foto des vorigen Beitrags weiter?

Wir brauchten noch ein paar Balken, erstens für den Abschluss der Decke und zweitens für die Fensteröffnungen. Folglich war wieder anspannen angesagt, d.h., eine Fahrt zum Hornbach mit reserviertem Transporter. Der Mitarbeiter vor Ort instruierte mich, als vertraue er mir einen Maserati an. Das war ja nun nicht das erste Mal, dass ich den Transporter mietete, weshalb ich um Aufklärung nachsuchte. Es stellte sich heraus, dass der Wagen nagelneu war, und nun hatten die Hornbacher offenbar die Vorstellung, bereits kleinste Kratzer im Lack würden eine beträchtliche Gebrauchswertminderung darstellen. Die Diskussion um diesen Punkt zettelte ich jedoch nicht an, wollte ich doch dem nächsten Kunden mit Mietambitionen keine schlecht begründbare Verzögerung aufhalsen. Folgsam beförderte ich schon mal den Zündschlüssel wie ein rohes Ei in meine Hosentasche.

Mit fünf Konstruktionsvollhölzern 60x160x4000 ist so ein Transporter natürlich nicht beladen. Aber selbst gestandene PKW-Besitzer hätten sich ohne einen solchen Transporter wohl schwer getan. (Ich schreibe das, weil uns als Radfahrer ohne eigenes Auto von verschiedenen Seiten dringend angeraten wurde, doch nun endlich einen motorisierten Untersatz anzuschaffen; das sei unabdingbar bei einem Hausbau. Bislang ist es das keineswegs. Nur wenige Einkäufe bekommt man mit einem normalen PKW noch sicher transportiert, und von diesen wenigen wiederum bekommt man viele mit dem Fahrrad in den Griff, wenngleich natürlich nicht so bequem und zuweilen auch etwas ambitioniert, doch das ist nichts Neues, denn ich zähle mich seit langer Zeit zu den ambitionierten Radfahrern. In den meisten übrigen Fällen benötigt man letztlich doch einen Transporter oder eine speditierte Anlieferung.) In der Absicht, die gebuchte Zeit und Ladefläche möglichst gut auszunutzen, dachte ich also voraus und fragte wegen Trapezblechen nach. Trapezblech ist eine der in Frage kommenden Dachbedeckungen für das Nebengebäude. (Und wenn das kein Desaster wird, werden wir wohl dasselbe Material für das Wohnhaus benutzen. Erstens sieht das bei 2 bzw. 20 Grad Dachneigung eh keiner, zweitens macht dies Dachlatten überflüssig und die damit einher gehenden Aufmaße in der Gebäudehöhe, und drittens soll ja ohnehin das ganze Dach mit PV eingedeckt werden, sodass Ziegel eigentlich Geldverschwendung wären und vor allem die Montage unnötig kompliziert gestalten würden. Aber eins nach dem anderen!)

Nun war mir bereits bekannt, dass Hornbach eher Profilfolie als Trapezbleche anbietet, also Bleche mit einer Dicke von max. 0,4 mm. (Der Begriff „Blech“ ist jedoch, wie ich mir vor Jahren sagen lassen musste, bereits ab 100 Mikrometern anwendbar. Na gut.) So was verbiegt sich bereits bei scharfem Hinsehen. Zu diesem Einwand erwiderte der Experte, ich müsse einfach nur Holzbretter geeigneter Breite und Dicke in die flachen „Furchen“ legen; dann sei es gar nicht mehr möglich, irgendwas zu zertreten. Das leuchtete ein. Problematisch sei allerdings unser Dachwinkel von gerade mal 2°. Der Hersteller gab wesentlich mehr als Mindestdachneigung an, und begründet wurde dies damit, dass bei sehr flacher Montage an den Stößen überlappender Blechstücke das Regenwasser bei ungünstiger Windrichtung tief unter den Überhang gedrückt würde und damit den Untergrund des Blechs erreiche, also das, was eigentlich gegen Regen geschützt werden solle; bei steiler Montage wirke dem immerhin die Schwerkraft entgegen. Auch das leuchtete ein. Ein Kleber wurde erwähnt, mit dem man die Fuge dicht bekomme, und zwar derart dicht, dass die Bleche eher an anderer Stelle reißen würden, nur nicht an der Klebstelle. Ich finde das zwar immer wieder verblüffend, aber das kennt man auch von gezinkt verleimten Hölzern bzw. von Schweißstellen; da treten Brüche ja auch überall auf, nur nicht dort.

Im Außenregallager fand ich die Bleche rasch. Hm. Die waren wirklich dünn. Der Zufall wollte es, dass dort ein kundenorientierter Hornbacher zugange war, der mich fragte, was ich wolle. Ich legte ihm die Sache dar. „Nein, das geht gar nicht. Kaltbitumenbahn ist das Mittel der Wahl.“ Schon wieder Bitumen? Hatte nicht Nick gesagt, das sei Blödsinn, denn Bitumen könne man weder im Sommer noch im Winter betreten, im Winter nicht, weil es dann bräche, und im Sommer nicht, weil es dann weich sei und sich jeder Schritt eindrücke. Als ich diese Bedenken vortrug, verwies der Mann auf eine in die Bahn integrierte Folie. Das war nun aber wirklich nur eine Folie, fand ich. Die würde doch gar nichts aushalten. Überzeugt war ich nun vorerst jedenfalls davon, weder eine Bitumenbahn noch ein Trapezblech aufzuladen. Ich brauchte eine Drittmeinung. Zum Glück fand ich meinen Maurer, der mich schon seit Herbst in allen Fragen des Kellerbaus fachkundig beraten hatte. Der nun betrachtete die Sache dialektisch und meinte, Bitumenbahn sei besser für Leute, die den Umgang damit beherrschten. Trapezblech sei besser für alle übrigen. Das half mir weiter. Beherrschung ist noch nicht das angebrachte Wort für meinen Umgang mit Bitumenerzeugnissen. Zum Glück fuhr er fort: Trapezblech sei, weil aus Metall, anfällig für starke Temperaturschwankungen. Anders als Holz erhitze es sich im Sommer weit über die Lufttemperatur. Es sei also die Wirkung der Wärmeausdehnung zu bedenken. Die Werbevideos zeigten zwar eindrucksvoll, wie schön leicht, elegant und auch wirklich dicht so ein Dach im Nu montiert sei. Nur brauche es halt ein paar Jahre, bis die Wechsel zwischen Sommer und Winter die Schrauben brüchig gemacht hätten und die Schraubenlöcher in den Blechen unmäßig groß und damit undicht geworden seien.

Ich fuhr ohne Dachbedeckung los. Zu Hause studierte ich die Wärmeausdehnungskoeffizienten von Stahl, und ich fand Werte bis zu 2,5 Promille auf 100 Grad Temperaturunterschied. 100 Grad klingen übertrieben, aber fasst mal in den nächsten Augusttagen ein Stück Blech an, das einen halben Tag in der Sonne gelegen hat. Das kann durchaus 100 Grad von den tiefsten Wintertemperaturen entfernt sein. Bei 4 m Dachlänge reden wir also von 1 cm Längenunterschied. Schlauerweise werden die Schrauben durch die „Hügel“ des Trapezes gebohrt, sodass der Schraubenkopf noch um die Profilhöhe schwanken kann. Auch wenn man davon ausgeht, dass die höchst- und tiefstgelegenen Schrauben des Daches auf diese Weise nur je max. 5 mm auffangen müssen, ist das immer noch eine beachtliche Weite. Man müsste also am zeitigen Vormittag montieren, wenn man sich temperaturmäßig quasi in der Mitte zwischen einer kalten Januarnacht und dem frühen Augustnachmittag befindet; dann würden die Schrauben in beide Richtungen jeweils „nur“ noch 2,5 mm „pendeln“ müssen. Ich entwickelte im Geiste eine Konstruktion, die an die Gleitschienen von Schubfächern erinnert. Ob ich sie umsetzen werde oder doch der Elastizität der Schrauben vertraue, muss ich noch sehen.

Die restlichen Balken waren einigermaßen rasch verlegt, ebenso die Unterkonstruktionen für die Fenster errichtet. Einschränkend muss ich daran erinnern, dass unser Nebengebäude ja planmäßig (!) keinen rechteckigen Grundriss hat und dass diese Schräge auch auf dem Dach zu berücksichtigen und zu bewältigen ist. Und anmerken will ich außerdem, dass die Fensterkonstruktion gegenüber dem Wohnhaus vereinfacht ist. Man baut im Holzrahmenbau Fenster- und Türenstürze normalerweise so, dass der fehlende Ständer in der Mitte der Öffnung durch eine Konstruktion ersetzt wird, die die von oben wirkende Kraft seitlich am Fenster vorbei führt. Da wird zwar nicht mit schrägen Kraftvektoren gearbeitet, sondern einfach mit schnöden horizontalen und vertikalen Balken, was in der Praxis wohl ausreichend ist, aber im Nebengebäude habe ich beschlossen, das alles wegzulassen, da vom oberen Schwellenholz keine wirklich bedeutende Kraft nach unten wirkt. Darauf lastet ja außer zwei Schichten OSB-Platten, den Deckenbalken und der dazwischen noch einzubringenden Dämmung nichts von wirklichem Gewicht.

Plattenheber

Zum obigen Bild ist anzumerken, dass wir diesen Plattenheber erst auf den letzten zwei Metern einsetzten. Vorher benutzten wir Deckenstützen; mit diesem Teil war die Sache zur Not auch alleine zu bewältigen, ging jedenfalls etwas eleganter.

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Die beiden Bilder ober- und unterhalb dieses Textes stellen Momentanaufnahmen derselben unglaublichen Tätigkeit dar. Oben ist wahrscheinlich leichter zu erraten, was wir da getan haben.

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Und? Herausgefunden? Hier kommt die Auflösung: Wir haben die Hütte gerichtet. Es ging erschreckend leicht, aber da war eben noch nichts ausgesteift, jedenfalls noch nicht in der Zugrichtung. Die Veränderung betrug ein bis zwei Zentimeter.

AusgesteifteWände

Hier war das Dach abgedeckt, weil es ja noch kein richtiges Dach ist. So ist es übrigens auch aktuell, wenn wir die Baustelle verlassen und sieht fast genauso aus. Der Unterschied besteht darin, dass mittlerweile alle Dämmstoffpakete von Steico in der Hütte bzw. zwischen den Dachbalken liegen. Die Balken sind inzwischen auch von oben mit OSB-Platten abgedeckt; man kann also weitgehend problemlos herumlaufen, ohne dass etwas einsinkt. Nur an zwei Stellen habe ich relativ kleine Stücke einfügen müssen, und da funktioniert die Kraftverteilung in die Fläche nicht ganz optimal. Außerdem sind die Ränder noch nicht beschnitten. Die OSB-Platten stehen überall etwas über, leider nicht auf allen Seiten so viel, dass es nach dem Verputz einen Überstand von 10 Zentimetern ergeben wird (mehr darf es insbesondere auf der Wetterseite nicht werden, ohne andernfalls die Grundstücksgrenze zu überschreiten); an die Dicke der Putzträger habe ich besonders auf der NO-Seite nicht gedacht. Dort muss allerdings ohnehin ein kleines Dach über der Eingangstür vorgesehen werden; vielleicht können wir das „unauffällig“ etwas vergrößern.

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Nick machte mich auf die Kondenswasserproblematik aufmerksam. Unter dem Blech würde sich an ein paar Tagen im Jahr reichlich Kondenswasser bilden, und die würden die OSB-Platten angreifen. Ich hatte von Trapezblechen mit Vlies auf der Unterseite gelesen, was dieser Problematik Rechnung tragen soll. Wie das genau gehen soll, weiß ich nicht. Spätestens wenn das Vlies gesättigt ist, wird es wohl doch tropfen, aber natürlich kann ich die Mengen nicht einschätzen. Nick riet zu Dachpappe. Also doch wieder Bitumen? Jein, das sei nicht dasselbe wie die Elefantenhaut, die wir außen um den Keller aufgetragen hatten. Worin nun genau der Unterschied besteht, weiß ich nicht, aber es geht offenbar auch gar nicht um entweder Blech oder Pappe, sondern um eine Kombination aus beidem. Diese Pappe ist wohl auch verhältnismäßig bezahlbar.

Ist es notwendig zu erwähnen, dass es derzeit Erschwerniszuschläge für Arbeiten bei über 30 Grad auf dieser Baustelle… nicht gibt?

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Hochbau


Mit Holz kommt man schneller in die Höhe. Keine Kunst, könnte man erwidern; ein vier Meter langer Balken ist eben bei Bedarf auch vier Meter hoch. Man muss ihn nur gegen Umfallen sichern. Aber das Errichten eines Holzhauses, egal, nach welcher der etablierten Konstruktionsmethoden, beginnt nicht mit dem Errichten eines Balkens oder Pfeilers, jedenfalls ist mir davon nichts bekannt. Ich kenne die Holzrahmenbauweise (auch Holzständerbau oder Holzriegelbau genannt) und Blockhäuser. Die Vielfalt bei letzteren scheint mir größer als beim Holzrahmenbau; ich habe Häuser gesehen, deren Wände quasi aus Holzstämmen aufgeschichtet wurden, wobei aus jedem Stamm in geeigneter Weise ein Stück herausgeschält wurde, sodass die Auflage des nächsthöheren Stamms nicht nur linienförmig ist, sondern eine gewisse Fläche ausmacht. Der bearbeitete Querschnitt solcher Stämme erinnert an Betonpflanzringe. Das ist eine sehr holzintensive Bauweise. Da Holz nicht so gut dämmt wie als solche gefertigte Dämmstoffe, müssen Massivholzwände ziemlich dick sein. Daraus resultiert das Problem, Stämme verwenden zu müssen, die nicht durchgetrocknet sein können, weil sie dafür 30 Jahre lang hätten getrocknet werden müssen (bei 60 cm Durchmesser). Eine solche Wand wird also „arbeiten“, wie man so schön sagt. Ich würde tippen, dass sie an Höhe verliert und vor allem gewaltige Risse bekommt. Aber wer ein Faible für solche Behausungen hat, der stellt sich so etwas vielleicht hin. Oder lässt es sich bauen. Man kann Blockhäuser aber auch aus rechteckigen, durchgetrockneten Bohlen haben, u.U. sogar doppelwandig mit zwischenliegender Dämmung; dann sind die Bohlen schon fast nur Bretter, und die sind wesentlich schneller getrocknet als ganze Stämme. Aber immer braucht es verhältnismäßig viel Holz, und je höher der Holzanteil in der Wand ist, desto dicker wird sie gegenüber einer Holzrahmenwand.

Wir haben uns für die Holzrahmenbauweise entschieden. Getrocknetes Holz, auch wenn es nur Fichte ist, bekommt man hierzulande nicht hinterhergeworfen. Dämmstoffe allerdings auch nicht – das sei gleich ergänzt. Und wo ich gerade beim Ergänzen bin: Ich bin ad hoc nicht in der Lage, Ökobilanzen für unsere Baustoffe aufzublättern. Wenn Holz im Trockenofen getrocknet wird (dann heißt es auch „kammergetrocknet“), ist dies eine energieintensive Sache. Es ist zwar denkbar, so was mit der erheblichen Abwärme z.B. von Biogasanlagen oder anderweitig betriebenen Stromgeneratoren (in Blockheizkraftwerken) zu machen, aber nicht jeder Holzlieferant hat so was auf dem Nachbargrundstück stehen, und im Zweifelsfall erfolgt die Kammertrocknung sogar elektrisch, auf jeden Fall dort, wo sie auf Mikrowellenbasis oder mit anderen Hochfrequenzen erfolgt. Strom kommt bei „der Konkurrenz“, also etwa beim Brennen von Ziegeln, eher nicht zum Einsatz; da wird meines Wissens schweres Öl verheizt, ein billiger und ziemlich schmutziger Brennstoff. Hier wie dort lassen sich mit diesem Halbwissen jedoch keine Angaben zum tatsächlichen Energieverbrauch machen, da es vermutlich auch eine Frage der Errichtung der Trocknungs- bzw. Brennanlage ist, in welchem Maße Wärmerückgewinnung erfolgt. Kalksandsteine und Porenbeton sind hier gar nicht betrachtet.

Bei den Dämmstoffen kann ich immerhin sagen, dass der holzbasierte Dämmstoff nur halb so viel Primärenergie verbraucht wie etwa Stein- oder Glaswolle. Das ist aber nicht der einzige Grund für die Wahl von Holz. Holz kann vorübergehend wesentlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen, ohne seine Formstabilität und wesentlich an seiner Dämmwirkung einzubüßen, Holz hat eine wesentlich bessere Schalldämmung, wichtig an diesem Standort! Es ist ein biologischer und damit nachwachsender Dämmstoff und unproblematisch in der Handhabung, wohingegen Glaswolle am Abend wegen der vielen abgebrochenen Glasfasern ordentlich juckt. Als krebserregend gelten die Mineralfasern wohl nicht mehr; das hat ja etwas mit der Fasergröße zu tun. Aber die Vorstellung, Mineralfaserstaub bei der Verarbeitung einzuatmen, finde ich trotzdem nicht so prickelnd. Allerdings lassen sich die Hersteller der Holzdämmstoffe diese Vorteile vergolden; das Zeug ist doppelt so teuer wie Mineralwolle. Das muss einem die Sache also wert sein.

Auch noch von Bedeutung sind Setzungsvorgänge. In der Musterhaussiedlung Heßdorf an der A3, in der, von einem „Glashaus“ vielleicht mal abgesehen, praktisch nur Fertighäuser gezeigt werden, habe ich im Foyer vor Jahren ein Werbevideo gesehen, in dem gezeigt wurde, wie die Wände solcher Häuser in der Werkshalle gefertigt werden. Die Wand liegt, ist einseitig beplankt, und von einer großen Dämmstoffrolle wird die Mineralwolle ratzfatz abgewickelt und in die Wand gelegt. Sie liegt aufgrund ihres Gewichts! Das sehr gering ist. Dann kommt die gegenüber liegende Platte drauf – fertig ist die Wand. Nach dieser Beschreibung lässt sich die Qualität der Wand noch nicht bewerten; wenn aber durch die zweite Platte der Dämmstoff kaum zusammengedrückt wird, ihn seine flächige Ausdehnung aber auch nicht daran gehindert hat, widerstandslos zwischen die Rahmen zu fallen, dann hält ihn buchstäblich nichts. Sobald die Wand aufgestellt wird, neigt solch eine Füllung unter ihrem Eigengewicht zum Mäandern, was am oberen Rand der Wand innen eine Luftkammer ausbilden wird, die noch nicht besonders hoch sein muss. Kommt dann aber mal irgendwann eine „ungeplante“ Feuchtigkeit hinzu, trägt auch noch die erhöhte Schwerkraft ihren Teil zur Setzung bei, und das Ergebnis ist eine Vergrößerung dieser Luftkammer, in der der Wärmeaustausch zwischen äußerer und innerer Seite wesentlich „besser“ vonstatten geht als dort, wo der Dämmstoff viele kleine Lufträume erzwingt, zwischen denen der Wärmeaustausch nur langsam erfolgt. Aber diesen Defekt sieht man natürlich nicht mehr, da die Wand ja nicht mit Inspektionsfenstern ausgestattet ist, die einen Blick in ihr Inneres gestatten würden.

Bei Zellulosedämmung gibt es trockene und nasse Befüllung. Wie die nasse beschaffen ist, sobald sie trocken ist, weiß ich nicht (wie die Nässe aus dem umgebenden Holz herauskommt und was sie dabei anrichtet, ebenfalls nicht); vielleicht bleibt die Form vom Einspritzen wie bei Mörtel erhalten. Das Einblasen eines trockenen Dämmstoffs ist im Ergebnis angeblich (!) nicht gegen Setzungen gefeit. Und der Holzdämmstoff? Das werde ich erst abschätzen können, wenn ich ihn das erste Mal verbaut habe, jedenfalls wird er in Quadern geliefert, die nicht auseinander fallen, wenn man sie aus der Verpackung nimmt, hat also gewissermaßen einen „inneren Zusammenhalt“.

Also Holzrahmenbau. Ich stand vor der Frage, ob ich es mache wie in den Abbundzentren, in denen komplette Wände zusammengenagelt werden, die auf der Baustelle mit einem Autokran vom Tieflader auf die Bodenplatte gestellt und dann daran festgeschossen werden, ob ich also auch eine Wand zusammensetze und diese mit so etwas wie einem Kran nicht nur aufrichte, sondern anhebe und auf die Ankerschrauben absenke. Mit welchem Kran? Mir schwebte eine Konstruktion aus längeren Gerüststangen vor, länger jedenfalls als beim Bau der Zisterne. Ich bestellte 8 sechs Meter lange Rohre. Die sollten dann unter Zuhilfenahme der schon vorrätigen, drei Meter langen Rohre miteinander wieder zu einer Art Zeltstruktur verbunden und fixiert werden, nur eben im First so hoch, dass sich daran eine zweieinhalb Meter hohe Wand aufrichten und zusätzlich noch einen halben Meter abheben ließe. Wichtig war u.a. die Frage, wie schwer eine solche Wand sein würde. Ich landete bei ca. 300 kg. Mit einer Motorseilwinde wäre das also nicht mehr zu machen, und zwei Stück davon synchron ansteuern hätte noch ein Stück Bastelei bedeutet. Auf alle Fälle schien mir die Sache letztlich doch etwas zu kompliziert in der technischen Umsetzung, nicht zuletzt, weil mir ein wirklich planer Arbeitstisch fehlte, weshalb wir uns für die Stück-für-Stück-Assemblierung entschieden. Immerhin bat ich schon mal um einen Kostenvoranschlag für einen kleinen Kran für das Wohnhaus. Mir wurden ca. 100 Euro pro Tag mitgeteilt zzgl. Überführung und Rückführung von/nach Frankfurt/Main. Da würde man dann also auf jeden Fall hintereinander liegende Bautage vorsehen müssen, wenn das nicht zu einem beträchtlichen Kostentreiber werden sollte.

Die Gerüstrohre bleiben somit vorerst in der Reserve. Was nun anstand, war die untere Schwelle des umlaufenden Holzrahmens. Endlich würden die Ankerschrauben ihrer Bestimmung zugeführt und nicht nur mehr Stolperfallen bleiben! Zunächst mussten sie senkrecht gestellt werden, denn das waren sie – zumindest nach dem Aushärten des Betons – nur in Ausnahmefällen. Nick spendierte ein altes Stahlwasserleitungsrohr, dessen Innendurchmesser wenig größer war als der Schraubgewindedurchmesser. Er fand, das sei besser als „Zurechtkloppen“, womit er zweifelsohne Recht hat.

„Senkrecht stellen“ – das hieß, den aus dem Beton herausragenden Teil so umbiegen, dass er möglichst vollständig senkrecht stand, also keinen langen gekrümmten Teil aufwies. Zum Glück waren die deutlichen Abweichungen aus dem Lot selten. Die Sache war jedenfalls rasch erledigt. Nun mussten die Hölzer für die Schwelle an den Stellen durchbohrt werden, an denen sie auf die Ankerschrauben „aufzufädeln“ waren, und zwar so, dass die Außenkanten der Hölzer auf den langen Seiten des Gebäudes 3,92 m auseinander lagen. Später würden auf jeder Seite noch vier Zentimeter für den Putzträger hinzu kommen und hoffentlich eine demgegenüber vernachlässigbare Putzdicke. Das wären dann vier Meter. Da die Ankerschrauben in deutlicher Abweichung von der Flucht stehen, durften also auch die Bohrungen die einfach fluchtend vorgenommen werden. Folglich gab es einiges zu messen bei der Durchführung.

Ich will nicht verschweigen, dass ich als Maurer die Zimmermannsgenauigkeit letztlich doch etwas verfehlt habe: An der Oberkante beulen die langen Wände etwas nach innen, als hätte das Erdreich die Wände ein bisschen nach innen gedrückt oder spätestens der Rüttler (beide Ursachen möchte ich ausschließen; lieber nehme ich es auf meine Kappe). Aber die Idee der Kombination aus Schwellhölzern und Ankerschrauben bestand ja u.a. darin, diesen Fehler nicht zwingend ins Zimmermannsgewerk zu übertragen; in der Mitte der Wand würden die Hölzer also etwas stärker außen überragen als an den anderen Stellen. Von außen würden man zum Schluss die Kellerwand nicht mehr sehen, und die Krümmung innerhalb des Kellers zu erkennen, ist zumindest mir nicht gelungen; man steht ja nicht in der Wand, sondern immer daneben, hat also zwangsläufig eine Parallaxe. Das folgende Bild zeigt die gesetzten Schwellhölzer (Die Dämmstoffpakete und die beiden Dielen dienten zusammen mit der ganz links im Bild liegenden Teichfolie der Abdichtung gegen Regen mit einem Höhepunkt mitten im Gebäude, damit das Wasser nach der Seite abfließt. Nun, wo der Keller fast komplett gegen Sonnenlicht abgeschirmt ist, dauert das Wegtrocknen eingedrungenen Regenwassers deutlich länger.):

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Das ist nun eigentlich noch kein echter Aufbruch in die dritte Dimension (wenn man den Keller mal vernachlässigt, der aktuell eine ähnlich unwichtige Rolle spielt wie die Zisterne; wir verfolgen allerdings mit Spannung seinen Feuchtegehalt, und aktuell ist es dort recht muffig, was allerdings auch kein Wunder ist, da er wegen des Formats der Teichfolie von 6×8 qm an einem Ende noch etwas dem Regen ausgesetzt ist, wenn denn mal welcher fällt).

Was man in diesem Bild wohl nicht erkennen kann, sich aber gravierend auswirkt: Die so genannten Konstruktionsvollhölzer sind nach dem Hobeln durch den Hersteller keine Quader geblieben, jedenfalls längst nicht alle. Wir haben das Holz unter der PVC-Plane sicher trocken gelagert; entweder haben die Stücke in den paar Wochen Luftfeuchtigkeit gezogen, oder sie sind nachgetrocknet, jedenfalls haben sie sich korkenzieherartig verdreht, und das ist bei einem sechs Zentimeter starken „Brett“ nichts, was man einfach so wieder „zurechtbiegen“ könnte. Die Ankerschrauben könnten es zwar, aber nur, wenn es davon zwei ausreichend weit auseinander liegende Reihen gäbe. Das ist nicht der Fall und der eine Teil der Doppellektion, die wir damit gelernt haben. Der andere Teil ist, ernsthaft zu hinterfragen, ob für die Schwellhölzer nicht besser formstabiles Leimschichtholz eingesetzt werden sollte. Das ist zwar teurer, erspart aber jede Menge Scherereien mit dem Hobel und mit anderen Nachjustierungen. Bei dem Nebengebäude können wir uns einige Nachlässigkeiten auch in dieser Hinsicht leisten, denn die Wände haben kaum etwas zu tragen, selbst wenn mal ein Meter nasser Schnee auf dem Dach liegen sollte. Etwas anderes ist das bei einem vollständig eingerichteten zweigeschossigen Haus. Nicht zuletzt die Trittschalldämmung in der Zwischendecke wird dort beachtlich auf den Ständern des Erdgeschosses lasten.

Die Ungenauigkeiten liegen teilweise bei einem vollen Zentimeter, was besonders an den Ecken, den aus drei bzw. – an den schiefen Ecken – vier Ständern zusammengeschraubten Pfosten, zu viel Nacharbeit und auch Unsicherheit hinsichtlich der Maßtreue führte.

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Auf einige Details möchte ich noch hinweisen: Diese Nordostwand, in der sich später die Tür befinden wird, wäre ein schwankendes Schilf im Wind, wenn wir die Ständer nicht schräg miteinander verbinden würden. Da diese Verbindung nach der Beplankung nicht mehr notwendig ist, verwenden wir dafür provisorisch die Dachlatten der alten Hütte. Auch damit das Ganze nicht umkippt, kommen Dreiecke bildende Latten zum Einsatz. So was ist im Massivbau nicht notwendig, aber auch dort mauert wohl niemand einfach eine Wand hoch, ohne eine andere, daran winklig angrenzende gleichzeitig und versteifend mit hochzuziehen.

Die Ständer sind von unterschiedlicher Art. Die meisten sind Konstruktionsvollhölzer, der zweite von links und der zweite von rechts jedoch sind so genannte Stegträger. Die haben wir von Steico; geliefert wurden sie von der BayWa, und das ist insofern bemerkenswert, als die BayWa einen ukrainischen LKW-Fahrer beschäftigt, der es sich zugetraut hat, mit seinem ziemlich langen Gefährt rückwärts unsere Einfahrt zu befahren, obwohl die deutlich uneben ist (aber immerhin trocken, also fest). Er hat damit erstens den Nachweis dafür geführt, dass das geht, und zweitens uns die Ware quasi direkt auf den Bauplatz geliefert, was Gold wert war, denn wir hätten alle Paletten auseinanderreißen müssen, um das Zeug einzeln nach hinten zu tragen, und mit einigen Teilen hätten wir uns wegen des Gewichts schwer getan, nicht zu reden davon, dass die Sachen dann nicht mehr regendicht verpackt gewesen wären.

Diese Stegträger sind deutlich teurer als die Vollhölzer. Sie sind in diesem Fall statt 6 nur 4,5 cm breit, stehend von oben betrachtet sieht man ein Holz-Doppel-T-Profil, das seitlich mit Dämmstoff ausgeklebt, also letztlich im Querschnitt wieder quaderförmig ist. Auf der Außen- und der Innenseite der Wand ist das Profil jeweils rechteckig aus Furnierleimschichtholz gefertigt, also form- und auch ansonsten stabil. Woraus der Steg zwischen diesen beiden Rechtecken gefertigt ist, weiß ich nicht, aber es sieht nach hochfest gepressten Holzspänen aus. Diese Teile sind leichter und weniger wärmedurchlässig als Vollhölzer.

Als drittes sind die verzinkten Beschläge zu erwähnen. Es geht darum, die Position der Balken zu fixieren. Es geht nicht darum, sie gegen alle Naturgewalten mit den Schwellhölzern zur verbinden. Da könnte man nun fragen, was es nützt, wenn bei einem Tornado lediglich die Schwellhölzer liegen bleiben und der Rest wegfliegt. Nichts natürlich, aber die Verbindung zwischen den Ständern und den Schwellen wird später durch die aufgetragenen OSB-Platten und viele Schrauben und Nägel hergestellt. Wir sind nach einigem Nachdenken zu Winkeln übergegangen und haben die außen aufgeschraubten T-Bleche wieder entfernt, denn diese Bleche würden die anzubringende OSB-Platte von den Ständern abspreizen, sodass da unschöne Stöße entstehen würden. Am Eckpfeiler links erkennt man einen Winkel in der Wand, mit dem dieser Effekt vermieden werden kann.

Schließlich die Ankerschrauben: Ihre Position resultiert aus der Position und Länge der Schalsteine. Der Abstand und die Position der Ständer jedoch orientiert sich am Rastermaß der OSB-Platten; je 1,25 m Breite sind zwei Ständer vorzusehen; zwei Platten stoßen an einem (6 cm breiten) Ständer aneinander, und jede Platte wird mittig auf einem weiteren Ständer befestigt; dort genügen dann 4,5 cm Breite. Durch die voneinander unabhängigen, aber unterschiedlichen Maße kann es dazu kommen, dass eine Ankerschraube genau dort aus dem Beton ragt, wo ein Ständer hin soll. Dann muss dieser unten ausgefräst werden. Da wir keine Fräse für diesen Zweck haben, muss die Kreissäge dafür herhalten. Das sieht dann zwar nicht nach einem Kunstwerk aus, wäre also nichts für Sichtbalken, aber solche wird es im Nebengebäude ohnehin nicht geben.

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Die erwähnten Verdrehungen einzelner Hölzer führten dazu, dass die Ständer teilweise nur auf Kante standen. Zum Teil habe ich den Fuß einzeln mit dem Hobel nachbearbeitet, aber das hat kaum zu einer großflächigen Auflage geführt, weil es auch mit dem Elektrohobel nicht so einfach ist, eine Fläche zu erzeugen, wenn eine vorhandene Fläche durch eine mit einem anderen Winkel ersetzt werden soll. Und natürlich haben die Verdrehungen dazu geführt, dass die millimetergenauen Längenberechnungen für die Gewährleistung der geplanten Dachneigung konterkariert wurden.

Überhaupt habe ich lernen müssen, dass alle nicht rechtwinkligen Konstruktionsdetails eine erhebliche Verkomplizierung darstellen. Die rechtwinkligen Ecken des Gebäudes werden nach Standard aus drei Ständern konstruiert. Damit ist die Ecke selbst ausgesteift, und jeder der Ständer ist mit den anderen beiden verbunden, sodass die Gesamtkonstruktion ziemlich robust ist. Wie macht man das dagegen bei einem Winkel von gut knapp 75 Grad? Nun, ich dachte mir dafür etwas aus, aber wie das ein Profi angestellt hätte, weiß ich natürlich nicht. Jedenfalls wurden dafür drei Ständer um jeweils 16,5 mm versetzt aufeinandergeschraubt, quasi gestapelt, und dann noch ein vierter provisorisch im gleichen Versatz. Und dann wurden die Stufen auf einer Seite weggehobelt:

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Anschließend wurde die provisorisch aufgeheftete Bohle gedreht, sodass die über drei Ständer durchgehende Fläche in die Ecke und nach außen kam und dort die Grundlage für die Befestigung der Putzträger bildet und die ebenfalls abgeschrägte einzelne Fläche die Grundlage für die Befestigung der OSB-Platte in der Innenecke.

Bei den Ständern ist ein „Korkenzieher“ nicht so gravierend, aber bei der Montage der oberen Schwellenhölzer unmittelbar unter dem Dach wollte ich das nicht mehr tolerieren. Aber gerade da erwischten wir ein ziemlich extremes Exemplar. Was also tun? Geradebiegen natürlich. Und woher die erheblichen Kräfte nehmen und anwenden, um dies zu bewerkstelligen? Die Schrauben für die Befestigung der oberen Schwellenhölzer hatte ich „eine Nummer größer“ gewählt. Von denen schraubte ich von oben auf die hochstehenden Ecke des Problemholzes provisorisch vier Stück, befestigte zwei robuste Schnüre daran und hängte kurzerhand an jedes der vier Schnurenden einen der übrig gebliebenen Betonschalsteine. Das waren dann immerhin schon mal 100 kg. Holz, Schnüre und Schrauben hielten. Dann kamen noch wir beiden dazu, allerdings nicht mit unserem vollen Gewicht, weil der Balken keinen ganz sicheren Halt bot, und außerdem musste ja noch einer den Akkuschrauber handhaben. Drei der Nummer-größer-Schrauben erschienen mir ausreichend, das Holz in Form auch dann noch zu halten, wenn die Steine wieder abgenommen sein würden. Der Plan ging auf.

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Für das Dach hatte ich mir ursprünglich vorgenommen, ein vollständiges Sandwich aus OSB-Platten und Balken zu erstellen. Andreas überzeugte mich davon, zuerst die Balken zu legen und von unten/innen nur auf der Innenfläche OSB-Platten dagegen zu schrauben. Ein vollständiges Sandwich hätte dagegen erfordert, Hilfsbalken zu befestigen, auf diese die OSB-Platten so zu legen, dass diese auch die oberen Schwellenhölzer bedeckt hätten und dann erst die Balken zu platzieren. Danach hätten die OSB-Platten nach oben verschraubt und die Hilfsbalken wieder entfernt werden können. Er empfahl uns Deckenstützen; ohne diese hätten wir die 30 kg schweren Platten wohl nicht nach oben bekommen.

Also kamen erst mal die Deckenbalken nach oben. Das war nicht so schwierig:

sdr

Das sah erst mal ganz gut aus. Wer jetzt aufmerksam hinschaut, erkennt einen riskanten Unterschied zu vorangegangenen Ausbaustufen: Wir haben die schrägen Versteifungen entfernt, damit’s auf dem Foto schöner aussieht. Das war hier noch nicht so gravierend, denn tatsächlich stützen sich die Wände ein Stück weit gegenseitig. Die oberen Schwellenhölzer sind, wie erwähnt, mit großen Schrauben nach unten verbunden, und diese Schrauben müssten alle abbrechen oder ausreißen, um das Ganze wie ein Kartenhaus zusammenklappen zu lassen. Aber ihre Wirkung ist gering, verglichen mit den hier noch fehlenden aussteifenden OSB-Platten.

Aber wir schickten uns ja an, als nächstes das Dach dicht zu machen, erstens, damit der Keller endlich wirklich trocknen kann, und zweitens, damit wir im Schatten würden weiterarbeiten können. Und dieses Dichtmachen bedeutete eine weitere Last. Über unseren Köpfen. Nicht auszudenken, wenn die ganze Chose in dieser Bauphase tatsächlich die Grätsche gemacht hätte!

sdr

Wie gingen wir vor? Im Bild sind bereits zwei Platten montiert, die eine komplett verschraubt, die andere nur provisorisch an den Ecken. Letztere sollte man natürlich unter keinen Umständen betreten, aber tatsächlich habe ich mir das auch komplett verschraubten nicht getraut, sondern bin immer auf den Balken balanciert, wenn ich oben war und die Abdeckplane ausgebreitet bzw. justiert habe.

Unten in der Bildmitte sieht man zwei der Deckenstützen stehen, die gerade nicht in Gebrauch sind. Wir legten jede OSB-Platte auf drei übereinander gestapelten Dämmstoffpaketen ab, sodass sie sich bereits in Bauch- bis Brusthöhe befand. Dann wurden die Stützen untergestellt, wofür die Platte um ca. weitere 30 cm angehoben werden musste, denn die Stützen standen ihrerseits jeweils auf einem Betonschalstein, damit ihre Minimalhöhe eine Höhe einstellte, die die Endposition der Platte kurz vor voll ausgefahrener Stütze erlaubte. Der Unterschied zwischen vollständig eingefahrener und vollständig ausgefahrener Stütze liegt bei ca. einem Meter. Ein weiterer knapper Meter ist dadurch zu realisieren, dass man das mittlere Rohr jeder Stütze mehr oder weniger aus dem äußeren Rohr herausfährt, allerdings kann man das praktisch nur „offline“ machen, also indem man sie aus dem ganzen Gefüge herausnimmt. Damit bricht natürlich alles zusammen, selbst wenn man immer nur 1 von 4 Stützen so modifiziert, denn die Stützen haben einen kugelgelagerte Fußauflage, sind also in alle Richtungen dreh- und schwenkbar, selbstverständlich auch dann, wenn man das gerade mal nicht will. Vor allem dann! Deshalb genügen auch vier oder sogar beliebig viele dieser Stützen nicht, um etwas stabil auf Höhe zu halten. Aus diesem Grund befinden sich links im Bild zwei senkrecht stehende Baudielen. An ihnen entlang gleitet die Platte nach oben, und an einer davon ist sie einigermaßen gleitend festgebunden. Dadurch kann sie schon mal nicht mehr nach links oder rechts kartenhausmäßig ausbüchsen. Auf ähnliche Weise wird sie an einem der Ständer im Hintergrund festgebunden, womit die zweite Dimension für „Fluchtversuche“ verbaut ist. Trotzdem muss man beim Liften aufpassen, dass man koordiniert alle vier Stützen ausfährt, denn sobald die Platte nur auf drei Stützen aufliegt, fällt die vierte unweigerlich um.

Aber es ging! Wir haben gestern ein Gerät geliefert bekommen, mit dem man das wahrscheinlich wesentlich eleganter machen kann, aber da ich das noch nicht ausgepackt habe, will ich meine Erwartungen sicherheitshalber etwas dämpfen.

Eine Anmerkung noch zu einem Detail links oben im Bild. Dort kann man ein Stahllochband erkennen, mit dem wir das Gebäude (hoffentlich) etwas besser in Form brachten: Auf der langen Südostseite war nämlich ein leichter Knick, den die Schwellenhölzer nicht verhindern konnten oder vielleicht sogar verursachten, weil wir keine durchgehenden Hölzer für die gesamte Länge hatten, sondern max. 4,50 m. Und am Übergang zwischen den beiden Hölzern hatte sich die ganze Pracht bestehender Ungenauigkeiten entfaltet. Dank des Loch- oder Rispenbandes wurde das, soweit ich es erkennen konnte, geradegezogen. Man findet solche Bänder auch auf den Sparren steiler Faltdächer, bidiagonal die meist ziemlich filigrane und anderweitig auch gar nicht ausgesteifte Dachkonstruktion stabilisierend.

Am Samstagabend hatten wir drei Viertel der Decke provisorisch fertig. Es hätte mehr sein können, aber uns waren die Balken ausgegangen. Wir müssen erst nachkaufen, und am Samstag war kein Transporter mehr zu bekommen. Für eventuelle Wochentagseinsätze allein hievten wir zudem noch sieben OSB-Platten ganz nach oben aufs Dach; das hätte ich allein nicht geschafft. Aber Verschiebungen nach Einbringung des Dämmstoffs würde ich schon zuwege bringen. Anschließend kam die Teichfolie nach oben, was es notwendig machte, selbst nach oben zu klettern und die Plane zu entfalten. Dabei registrierte ich zwar, dass das ein ziemlich schwankendes „Schiff“ war, aber irgendwie wurde mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst, dass einer der Gründe dafür die entfernten Versteifungen waren. Erst als wir im Zug saßen und schon fast wieder in Bamberg waren, kam mir in den Sinn, dass nun aber kein stärkerer Wind aufkommen dürfe, weil sonst ziemlich viel Arbeit, Zeit und Geld in ein, zwei Sekunden zunichte gemacht sein würde. Wahrscheinlich ist es nachvollziehbar, dass ich in den darauf folgenden zwei Nächten etwas unruhig schlief. Gestern früh fuhr ich sofort nach Fürth, um das Versäumte nachzuholen, die provisorisch angebrachten Deckenplatten vollständig anzuschrauben und die Teichfolie neu zu justieren, sodass die Abdeckung nun größer ist als im ersten Anlauf.

Zum Festschrauben der Platten bzw. zum Gebrauch von Schrauben ganz allgemein ist noch anzumerken, dass ich auf die Gefahr abreißender Schraubenköpfe hingewiesen wurde; bei Nägeln würde das nicht passieren. Wir haben uns vorgenommen, später zwischen die Schrauben noch Nägel einzuschlagen, wenn alle Positionen fixiert sind und wir uns überlegt haben, ob wir uns einen Pressluftnagler genehmigen.

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Die halbe OSB-Platte rechts im Bild ist provisorisch angeschraubt und nimmt damit quasi die Funktion einiger Dachlatten wahr.

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Bau einer Zisterne


Vorweg: Die zeitlichen Abstände zwischen den Blog-Beiträgen werden aktuell immer länger. Zuletzt haben wir uns zwei Wochen Urlaub gegönnt, die mal nichts mit Fürth zu tun hatten (sondern eher mit dem Harz). Mit diesem Beitrag erfolgt allerdings noch einmal ein Rückblick, das letzte Mal, soweit ich das im Moment absehen kann.

Zu den vernünftigen Auflagen der Baugenehmigung zählt die Anlage einer Regenwasserversickerung. Der Sommer 2018 zeigt punktuell in Deutschland – und die Medien jedem, den es abseits dieser Punkte auch noch interessiert –, dass die Extremwetterereignisse häufiger und energischer werden. Der Sommer hatte noch gar nicht angefangen, da konnte man schon Videos von im Rheinland tobenden Tornados sehen. Gegen Stürme können Versickerungsschächte zwar nichts ausrichten, aber bei lokalen Extremniederschlägen (in flüssiger Form!) mögen sie helfen, eine dafür nicht ausgelegte Kanalisation zu entlasten und die unappetitlichen Begleiterscheinungen solcher Überlastungen weniger wahrscheinlich zu machen.

So ist der vorgeschriebene Entwässerungsplan keineswegs darauf ausgerichtet, Wasser aus der Dachrinne vom Grundstück zu schaffen, sondern nur diejenigen Abwässer, die aus dem Bezug von Frischwasser resultieren. Dies ermöglicht es der Stadt auch, die Abwassergebühren über das gezapfte Trinkwasser zu ermitteln – auch wenn dies nicht immer zu korrekten Ergebnissen führt, denn nicht jeder hat eine Zisterne, aus der er seinen Garten- und Rasenbewässerungsbedarf bestreiten kann, und was aus dem Frischwasser für solche Bewässerungszwecke abgezweigt wird, gelangt ja nicht wieder in die Kanalisation, verursacht jedoch ebenfalls Kanalgebühren.

Eine Regenwasserversickerung gilt als gegeben, wenn eine Bohrung bis in eine Bodenschicht erfolgt ist und offen gehalten wird, in der das Erdreich eingeleitetes Regenwasser durch Versickerung aufnehmen kann. (Ich habe das jetzt mal laienhaft formuliert. Man müsste vielleicht noch Annahmen zur Regenwassermenge ergänzen, denn keine Bodenschicht ist beliebig lange aufnahmefähig, aber vielleicht muss man das auch nicht, sondern denkt sich einfach: Egal, was, wie viel und wie lange von oben herunter kommt – es darf das Grundstück weder durch die Kanalisation noch über dessen Grenzen, also quasi durch Überlauf, verlassen.) Das kann natürlich beliebig anspruchsvoll werden, wenn man mal beispielhaft von 300 Litern pro Quadratmeter und Tag ausgeht, was in manchen Gegenden Deutschlands nahe an den gesamten Jahresniederschlag heranreicht (Beim „Jahrhunderthochwasser“ 2002 bei Dresden waren es z.B. 312 Liter an einem einzigen Tag, allerdings liegt dort die Jahresgesamtniederschlagsmenge bei gut dem Dreifachen dieses Wertes.) Das würde bei einer Grundstücksfläche von 450 qm einem Volumen von 135 Kubikmetern entsprechen, und diese Menge bringt auch der dickste und tiefste Versickerungsschacht nicht mehr weg. Gleichwohl: Dies ist seit 16 Jahren keine graue Theorie mehr, vielleicht auch schon länger.

Diese Rahmendaten im Hinterkopf und darüber grübelnd, wie so ein Schacht sinnvollerweise zu graben oder zu bohren wäre, dachte ich zugleich an ebenfalls immer häufiger und extremer auftretende Trockenperioden, in denen man Wasser gerne unversickert zur Verfügung hätte. Da taucht dann der Gedanke der Vorratshaltung auf, den man in Gestalt einer Zisterne umsetzen kann, was die Sache freilich nicht unbedingt einfacher macht, aber gleich drei Fliegen mit einer Klappe erschlägt: Der „Versickerungsschacht“ wird dicker, kann also mehr aufnehmen, in Dürreperioden ist noch eine ganz ansehnliche Wassermenge kostenlos verfügbar, und für Bewässerungszwecke steht auch außerhalb von Extremwetterlagen Wasser zur Verfügung, das weder an sich bezahlt werden muss noch zusätzlich Kanalgebühren verursacht.

Es sollte erwähnt werden, dass ich diese Überlegungen im Vorfeld des Bauantrags anstellte, d.h., in der eingereichten Entwässerungsplanung hatte ich mich bereits auf eine Zisterne festgelegt. Ihre Tiefe belief sich auf vier Meter, ihr Durchmesser auf zwei Meter. Da passt dann schon ordentlich was rein, freilich immer noch deutlich weniger als die oben erwähnten 135 cbm, aber wir wollen hoffen, dass solche Werte noch möglichst lange den Präfix „Jahrhundert“ rechtfertigen. Wir hoffen ja auch, dass die Folgen der Klimaveränderungen möglichst lange ausgerechnet uns verschonen. Solange tennisballgroßer Hagel nur im Nachbarort vom Himmel fällt …

Im Mai 2016 lag noch keine Baugenehmigung vor, und wir waren mehr oder weniger zur Untätigkeit verdammt, was genehmigungspflichtige Vorhaben betraf. Nun war zwar die Zisternenplanung notwendiger Teil des bereits ein knappes Jahr zuvor eingereichten Bauantrags, aber ich hatte nirgends gelesen, dass eine Zisterne an sich genehmigungspflichtig sei. Ebenso hatten wir ja schon 2015 tiefe Gruben auf dem Grundstück ausgehoben, ebenfalls im Vertrauen darauf, dass das mit der Baugenehmigung schon klappen würde und dass für die Buddelei selbst keine Genehmigung erforderlich sei. Zur Not hätten wir sie auch wieder zuschütten können (wobei sich dann die Frage gestellt hätte, womit, denn wir hatten erst mal allen Aushub deponieren lassen). Bei der Zisterne war die Überlegung eine ganz ähnliche. Zwar hätte man diese nicht einfach wieder zuschütten können, weil ja dafür echter Tiefbau betrieben werden musste, also Betonteile (es gibt auch GfK-Lösungen, aber meist etwas kleiner im Gesamtvolumen) versenkt wurden, von denen man nach Fertigstellung nicht viel sehen würde, aber „da“ wären sie ja dennoch, quasi als ziemlich gut gesicherte „Untiefe“ auf dem Grundstück. Dieses Risiko einer Fehlinvestition war ich angesichts der Zeit und auch das Geldes, die/das wir ohnehin bereits in Fürth durchgebracht hatten, einzugehen bereit. Daher schritt ich Anfang Mai 2017 zur maßbandgestützten Triangulation zwecks Ermittlung des in der Planung angegebenen Standorts.

Diese Sache erwies sich als nicht so leicht wie gedacht, und zwar aus einem etwas schrägen Grund: Unser Grundstück war von Zaun zu Zaun, also in der Breite, deutlich weniger breit, als die digitalen Pläne des Katasteramts das hergaben. Von mindestens einer Seite wurden – und werden – wir also parasitär beengt, ein Missstand, den es noch zu beheben gilt und der mir inzwischen auch von der Stadt im Zuge der Einmessung für das Schnurgerüst bestätigt und quantifiziert wurde.

Damals hatte ich hierzu allerdings noch keine Zahlen, und so ist die Zisterne also aktuell vielleicht zehn Zentimeter weiter von unserer tatsächlichen Grundstücksgrenze entfernt als geplant.

Nachdem ich die Position ermittelt hatte, legte ich mit Spaten, Kreuzhacke und Schubkarre los. Natürlich stellt man sich da die Frage, ob nicht ein Bagger sinnvoller wäre. Und im Nachhinein biegt man sich die Wahl seiner Methoden argumentativ irgendwie zurecht. Tatsache ist aber, dass wir damals keine Eile hatten. Allerdings kann man sich natürlich kreativere und geistig anspruchsvollere Tätigkeiten vorstellen, als metertief in der Erde herumzuwühlen. Als es dann daran ging, das ausgehobene Loch mit den Betonteilen zu füllen, machte der Fahrer des LKWs, mit dem die ziemlich riesigen Betonsegmente angeliefert wurden, doch schwere Bedenken bezüglich der Kantenstabilität unseres Lochs geltend, zumindest für den Fall, dass ein tonnenschweres Fahrzeug unmittelbar an diese Kante heranfährt. Ich hätte gegenüber einem potenziellen Auftragnehmer mit den gleichen Bedenken nichts anderes als meine unerschütterliche Zuversicht aufzubieten gehabt, um ihn zu einer senkrechten Grabung zu veranlassen, und ob die am Ende ausgereicht hätte …

Hinzu kam auch, dass ich mir rein technisch nicht so recht vorstellen konnte, mit einer Baggerschaufel in solche Tiefen vorzudringen, ohne eine am oberen Ende weitaus größere Grube auszuheben, als es mir vorschwebte; meine Sorge war, eine Grube in kopfstehender Kegelstumpfform werde einen wesentlich höheren Aufwand und natürlich auch deutlich mehr Aushub hervorrufen als eine rein zylinderische Grabung. Inzwischen habe ich gelernt, dass mit den so genannten Zweischalengreifern, deren Kopf ziemlich beliebig gedreht werden könne, wie mir erklärt wurde, durchaus senkrecht in beachtliche Tiefen vorzudringen sei. Heute würde ich zumindest mal anfragen, was die Sache kosten würde. Aber heute haben wir auch eine Baugenehmigung und hätten eine geringere Neigung, mit solchen Erfahrungen Zeit zu verplempern.

Ich kam gut voran. Am Ende des ersten oder zweiten Arbeitstages sah das Arbeitsfeld etwa so aus:

Versickerungsschacht

Drei Tage später, beim nächsten Einsatz, dann so:

VersickerungsschachtVorPositionsänderung

Am darauffolgenden Tag gab es noch eine kleine Lagekorrektur und eine neue Tiefe:

VersickerungsschachtNachPositionsänderung

Man kann sehen, dass die Kreuzhacke zum etablierten Gerät gehörte, auch weit unterhalb jeglicher Grasnarbe und flacher Wurzeln. Das Erdreich war, wie erwartet, ziemlich fest. (Diese Erwartung war kein reiner Zweckoptimismus, sondern rührte von den Grabungen für den Keller des Nebengebäudes her. Dort hatte ich mit dem Radlader schon ganz schön zu kämpfen, und dieser Kampf sollte bei der Vertiefung auf Solltiefe erneut und verschärft auszukämpfen sein.) Aber das war alles noch relativ harmlos; man könnte den Boden in dieser Tiefe als einen grobkiesigen Lehm bezeichnen, nicht mehr einfach mit dem Spaten abzustechen, aber mit einem gezielten Schlag der Kreuzhacke locker zehn oder 15 cm tief penetrierbar. Doch das änderte sich noch am selben Tag:

VersickerungsschachtZumFeierabend

Man kann sehen, dass die Farbe des Bodens ins Graue wechselt. Das muss an sich noch nichts bedeuten, aber Fakt ist, dass der Boden härter wurde und so allmählich die Konsistenz von Sandstein annahm.

Inzwischen wurde auch der Auswurf des Aushubs sportlich. Noch reichte mir der Rand der Grube nur bis zur Brust, aber die Oberkante der Schubkarre lag damit bereits über meinem Kopf. Es war somit absehbar, dass diese archaische Methode nicht mehr lange tragen würde. Ich bestellte daher eine Motorseilwinde, nachdem sich ein 5-fach-Flaschenzug schnell als unpraktikabel erwiesen hatte, weil mit ihm der volle 90-Liter-Kübel immer noch 18 Liter, multipliziert mit der Dichte des Aushubs (die sicherlich nicht unter 1 kg/l lag), wog, zuzüglich erheblicher Reibungsverluste. Außerdem lagen im Warenkorb zehn jeweils drei Meter lange Aluminiumgerüststangen und diverse Kupplungen. Daraus entstand eine zeltgerüstartige Konstruktion, an der ich in zweieinhalb Metern Höhe die Seilwinde befestigen konnte. Diese sollte 125 kg heben, streikte jedoch bei gehäuft gefülltem Kübel. Dem konnte man ausweichen, indem die Winde mit einer losen Rolle betrieben wurde, was allerdings sowohl die maximale Fördertiefe halbierte als auch die Fördergeschwindigkeit – nämlich auf 6 cm/s. Das Förderseil war für unsere Bedürfnisse dennoch ausreichend lang. Für den Personentransport war die Seilwinde jedoch nicht geeignet, denn ihre Schalter mussten permanent bedient werden, d.h., sobald man sie losließ, stoppte der Motor, und diese hingen an einem ca. einen Meter langen Kabel am Motor. Wir hätten also für einen Betrieb im Fahrstuhlmodus immer zu zweit sein müssen. Folglich wurden ein separates Seil ans Gerüst geknüpft und beim Ausschachten Stufen belassen, über die ich nach Tarzan-Manier sowohl ab- als auch aufsteigen konnte. Was die Seilwinde der Schachtung an Sportlichkeit nahm, fügte diese Vorgehensweise ihr wieder hinzu.

Versickerungsschacht2,80m

Da absehbar war, dass das irgendwann auch an Grenzen stoßen würde – spätestens mit dem Wegstemmen der Stufen –, schafften wir auch eine 5-m-Leiter an. Ich dachte erst an eine Teleskopleiter, was eine platzsparende Lagerung ermöglicht hätte, aber die Meinungen im Internet waren darüber geteilt, und ganz günstig sind die Dinger auch nicht, weshalb wir darauf verzichteten.

In der hier abgebildeten Tiefe war die Kreuzhacke nicht nur unentbehrlich geworden, sondern stieß auch an ihre Grenzen. Nick, damals noch fast ständiger beobachtender und kommentierender Begleiter unserer Aktivitäten, bot mir seinen elektrischen Bohrhammer an. Das Angebot nutzte ich gerne, und tatsächlich kam ich damit besser voran als mit der Kreuzhacke, aber der Gedanke an „Rattattazong!“ kam dabei noch kein bisschen auf. Das war noch die falsche Kategorie von Gerät. Also fragte ich bei HKL nach, und dort lieh man mir eine Hilti. Dieser Name ist ja nun ziemlich klangvoll unter Handwerkern, und ich will auch nicht die Qualität dieses Geräts in Frage stellen, aber es leistete nicht so wesentlich mehr als Nicks Maschine. Es musste etwas sein nach der Art von Presslufthämmern, so ein richtiger Destruktor. Außerdem war die Hilti auch in der Miete nicht billig: so 40 oder 50 Euro pro Tag! Da ich nicht jeden Tag in Fürth war, hätte ich dafür entweder viele Stillstandstage mitbezahlen oder jedes Mal extra zu HKL fahren müssen, was zwar kein Geld, aber Zeit gekostet hätte. Also setzte ich mich wieder an den Computer und suchte.

Versickerungsschacht0704

 

Bei Scheppach, dem Hersteller oder zumindest Verkäufer der Motorseilwinde, wurde ich fündig, und zwar für deutlich weniger als ein Zehntel dessen, was für die High-End-Geräte aufgerufen wird. So billig – würde dieses Kriegsgerät den ersten Tag überstehen? Denn ein paar Tage wenigstens müsste es halten, um eine HKL-Miete zu unterbieten.

Es überstand. Und es kam sogar ein gewisses Rattattazong-Feeling auf. Damit war wieder ein halber Meter Aushub pro komplettem Arbeitstag möglich. Und dann kam der Tag, irgendwo unterhalb der 4-m-Marke, an dem ich befand, dass es nun genüge. Entgegen der ursprünglichen Vorstellung, die Zisterne rein zylindrisch aufzubauen, ließ ich mich vom Erlanger Lieferanten überzeugen, dass ein konischer Abschluss besser sei, trotz des dadurch etwas geringeren Volumens. Wir bestellten den 50 cm hohen Boden, drei meterhohe Ringe und den nach meiner Erinnerung etwas weniger als einen Meter hohen Konus mit dem Abschluss durch einen gewöhnlichen gusseisernen Kanaldeckel. Ursprünglich wollte ich innen Kletterstufen haben, aber die hätten erstens nichts genutzt, weil die Konusöffnung zu weit von der Wand entfernt sein würde, als dass man über die Stufen ins Freie hätte gelangen können – oder umgekehrt. Außerdem wurde mir gesagt – was unmittelbar einleuchtend war –, dass bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Zisterne diese Stufen bald wegrosten würden. Wie bald, war zwar unklar, aber der Wechsel zwischen feuchter Luft und Überflutung wäre jedenfalls geradezu ein Katalysator für die Korrosion.

Nach dem Aushub war nun der Aufbau fällig. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass die Versickerung rund um die Zisterne erfolgen würde und eher seitlich als nach unten. Wer einen Versickerungsschacht bohrt, muss ihn ja mit einem Rohr gegen Versandung, also gegen einbrechende Wände, schützen. Wenn dies ein geschlossenes Rohr ist, kann das eingetragene Wasser nur nach unten versickern, was eine sehr kleine Fläche bedeutet. Wenn es – sinnvollerweise – ein Drainagerohr ist, kann die Versickerung auch durch die Rohrwand seitlich erfolgen, was bereits eine deutlich größere Fläche darstellt. Findet die Versickerung dagegen ab der Außenwand einer Zisterne statt, so ist die Mantelfläche des Zylinders, den das ausgehobene Erdreich darstellt, ca. fünfmal so groß wie bei einem 50-cm-Schacht. Das Problem ist nur: Auch hier droht Versandung und seitlich einsickerndes Erdreich, aber hier gibt es keine Möglichkeit, noch ein (riesiges) Drainagerohr schützend dagegen zu stellen. Also setzten wir auf Vlies und Kies – Vlies als ton- und sanddichte Schicht unmittelbar an der Wand der ausgehobenen Grube und Kies als „virtuelles“ Rohr, also als Füllmaterial zwischen der Zisterne und der Vliesbahn.

Wie appliziert man das Ganze sinnvollerweise? Ich dachte mir zunächst, dass wir die Vliesbahnen – das Material wird auf Rollen geliefert – mit jedem platzierten Betonteil quasi an die Grubenwand „tackern“ und dann sofort den Zwischenraum mit Kies auffüllen könnten, und so haben wir dann auch erst mal angefangen, allerdings wickeln die scharfen Schrauben die robuste Bahn tendenziell eher auf, als dass sie sie durchbohren, und einen Tacker mit zweckmäßigerweise so um die 2 cm langen Klammern hätte ich dieses Problem sicherlich nicht gehabt. Die Vliesbahnen waren einen Meter breit oder 1,50 m – da muss man irgendwie Sorge tragen, dass deren Überlappungsflächen durch den Kies plattgedrückt werden, damit es keine Undichtigkeiten in der Sandsperre gibt. Das Problem an dieser Vorgehensweise war nur, dass wir dafür den Kies hätten eimerweise nach unten befördern müssen, denn einfach von oben in die Grube schütten hätte ja bedeutet, dass der allergrößte Teil innerhalb der Zisterne gelandet wäre. Und das wären ziemlich viele Eimer geworden. Die Motorseilwinde kam nicht in Frage, denn die musste ja mitsamt dem Gerüst beiseite geräumt werden, um die Betonteile in die Grube zu lassen.

Wir entschieden uns auf halber Höhe schließlich für den Weg, die Vliesbahnen im Weiteren vertikal zu verlegen, also von oben herunter hängend, und das Ganze so oft, dass mit ausreichender Überlappung die ganze Grube ausgekleidet war. Und wir beschlossen, erst alle Betonteile einzubringen und hinterher mit der Schubkarre den Kies einzutragen. Die Gefahr bei dieser Vorgehensweise ist freilich, dass der anfangs aus 4 m Höhe herabfallende Kies das Vlies zerreißt oder die Überlappungen auseinander schiebt, dass also die Sandsperre hier und da undicht sein würde. Wir gingen das Risiko ein, und ob der beschriebene mögliche Schaden tatsächlich eingetreten ist, werden wir wohl nie erfahren.

Die Betonelemente hatten wir in Erlangen bestellt, und bei HKL hatte ich nachgefragt, ob der Radlader sie tragen könne und ob zwei Zähne der Schaufel diese Last aushalten würden, ohne abzubrechen. Die Schaufel des Radladers muss vertikal einen größeren Winkelbereich durchlaufen, um die Last in die Grube absenken zu können, und dabei darf der Radlader unter dem tonnenschweren Gewicht der Teile nicht vornüber kippen. Ich bekam ein „jojo“ (im Sinne von „das sollte klappen“). Wie belastbar auch immer das sein mochte… Beim Lieferanten erkundigte ich mich nach der Transportweise vor Ort, und dafür nannte man mir ein Gehänge. Kaufen für einmaligen Gebrauch war zu teuer, also mietete ich auch dieses bei HKL. Mit dem Radlader war ich vertraut; das Gehänge wirkte irgendwie wie bei Gelegenheit mal abgestaubt: alt und klobig. Aber ich hatte nicht die Erfahrung, um es allein aufgrund des Aussehens hinsichtlich seiner Brauchbarkeit bewerten zu können. Zusätzlich hatte ich noch einen Kettenzug bestellt ähnlich dem, den ich vor Jahren zum Ausreißen der Bäume benutzt hatte, nur diesmal für 3 t ausgelegt, obwohl die Teile max. 1,7 t wiegen sollten. Sicher ist sicher.

Der Tag der Lieferung rückte heran, unsererseits stand alles bereit, und da kam der LKW auch schon: größer als ein normaler LKW, aber kürzer als ein Sattelschlepper. Alles jenseits dieser Maße hätte vermutlich eine vorherige Abklärung der Parksituation in den Zubringerstraßen erfordert. Auf der Zeichnung sah die Zisterne immer schön überschaubar aus, aber als ich die Betonringe dann in der Realität sah, bekam ich doch etwas Angst vor der eigenen Courage. Aber das war noch gar nichts. Der Fahrer hatte an seinem Fahrzeug einen fix montierten Kran mit beträchtlichem Ausleger ähnlich dem, der für das Abladen der Paletten mit den Betonschalsteinen verwendet worden war. Und auch er verwendete ein Gehänge. Das schien ganz easy zu gehen; das Gehänge verkeilte sich mit den Betonelementen durch Verkantung und deren Gewicht, und souverän stellte der Mann uns die Zufahrt zu. Würde es also Schwierigkeiten mit dem Radlader geben, so würde ich nicht wissen, wie ich den wieder zu HKL zurückbringen sollte. Aber das waren erst mal nur Sorgen, keine echten Probleme.

Das Abladen klappte so gut, dass der Fahrer sich Zeit für eine Zigarette nahm, um den Ort der Verwendung zu inspizieren. Und dann schenkte er mir voll ein: Die Kante würde unter der Last des Radladers abbrechen. Die Ringe würden mir vorne gegen die Vorderräder knallen, ich würde sie also nicht auf ausreichend Abstand für eine Verbringung halten können. Und der Radlader würde vornüber kippen. Außerdem monierte er, dass wir das mit dem Vlies viel zu sehr auf Perfektion ausgelegt hätten: „Die Leute wollen immer alles auf 100 Jahre bauen. Da sind Sie doch längst tot!“ Danke für die Belehrung. Es sind nicht mehrhundertjährige Häuser, die im Zuge des Baubooms allerorten abgerissen werden, sondern welche aus den 60er bis 80er Jahren, und entweder waren die Murks, oder sie stellen einer Anpassung an moderne Wohnbedürfnisse so beträchtliche Hürden in den Weg, dass Abriss und Neubau billiger kommen. Und Murks wollten wir nicht bauen, auch nicht bei der Zisterne. Die darf uns gerne überleben, auch wenn wir nicht wissen, wem wir uns damit verpflichtet fühlen.

Was nun das Orakel anging, so würden wir sehen. Der LKW dampfte wieder ab, und ich machte mich mit dem Mietgehänge am Bodenring zu schaffen. Es stellte sich heraus, dass selbst der vollständig eingezoge Kettenzug, verbunden mit dem Gehänge, zu lang war, um den Ring auch nur ein paar Zentimeter vom Boden abheben zu können. Ich musste das Gehänge also kürzen. Und wie kürzt man drei Ketten? Aus dem Fundus hatte ich für diesen Fall ein Stahlseil bereitgelegt, da ich so was schon hatte kommen sehen. Das war nun keineswegs sicher geeignet, eine solche Last zu tragen, aber es sollte auch einem anderen Zweck dienen: Ich legte jede der drei Ketten mäanderförmig mit zwei Richtungswechseln auf den Boden, sodass zwischen den jeweils zwei Richtungswechseln schließlich neun Kettenabschnitte lagen. Mit dem Stahlseil flocht ich das Ganze zusammen und fixierte die Enden des Stahlseils mit dafür gedachten Schlössern. Die Überlegung war, dass die Gesamtkraft, die auf das Stahlseil einwirken würde, sich über alle Kettenglieder verteilt und daher nicht so hoch sein würde. Allerdings waren das ja Querkräfte, und welche Kraftvektoren sich daraus ergeben würden, war schier nicht zu ermitteln, denn das „Gewebe“ würde sich unter der Last ja verziehen. Wir mussten es ausprobieren, und das Betonteil ein paar Zentimeter anzuheben wäre ja noch kein großes Risiko. Der ganze Aufbau sah zum Schluss so aus:

RadladerStahlseilKettenzugGerafftesGehängeSchachtring

Das Gehänge machte uns unerwartet Probleme. Anders als bei dem vom LKW-Fahrer verwendeten Teil, das auch leichter wirkte, lösten sich die Klammern bei Anhebeversuchen immer wieder, rutschten also ab. Man könnte auch sagen, dass genau das geschah, was der unbedarfte Betrachter bei einem solchen Vorgang generell erwarten würde, denn dass dieser in der Praxis bei Verwendung geeigneten Geräts funktioniert, ist auf enorme Reibungskräfte zurückzuführen, die wohl nicht jeder so erwarten würde.

In meiner Not rief ich schließlich HKL an, und tatsächlich kam eine Stunde später ein Techniker vorbei und begann, an den Klammern herumzuschrauben. Dann ging’s, und er zog wieder von dannen. Als wir, wieder auf uns allein gestellt, den nächsten Versuch unternahmen, schlug er wieder fehl. Nun wussten wir aber, wo Einstellungen vorzunehmen sind. Das Problem war: Der Mann hatte sein Werkzeug mitgebracht und wieder mitgenommen. Wir brauchten einen 36er Ringschlüssel, ein verhältnismäßig gewaltiges Teil, das nicht jeder in seiner Hobby-Werkstatt griffbereit hat. So auch wir nicht. Also fuhr ich zum OBI, um einen solchen Totschläger zu erstehen. Billig war er nicht.

Um es kurz zu machen: Es wurde eine Zitterpartie. Es schien mir doch mehr die Kraft der Schrauben als die Reibungskraft durch Verkanten der Klammern, die letztlich die Betonteile hielt. (Mittlerweile hat HKL das Gehänge ausrangiert.) Tatsächlich schlug der angehobene Ring beim Manövrieren gelegentlich gegen die Vorderräder, aber das ist ja eine elastische Angelegenheit, die weder den Rädern noch dem Betonteil schadete.

RadladerStahlseilKettenzugGerafftesGehängeSchachtring2

Und die Grubenkante zeigte sich von dem 50 cm entfernt haltenden Radlader vollkommen unbeeindruckt. Lediglich der Kettenzug wirkte unter der Last plötzlich ziemlich ungeschmeidig in seiner Anwendung; jedes Kettenglied stöhnte quasi unter der Spannung, und ich stellte mir mit Horror vor, ich müsste die Last damit mal nicht absenken, sondern anheben.

BodenringRegenwasserzisterne

Die Betonsegmente wiesen jeweils eine Stufenfuge auf. Es hätte sie wohl auch mit Gummifuge gegeben, aber das wäre deutlich teurer geworden. Also mussten wir vor dem Absenken jedes weiteren Rings Mörtel auf die Fuge auftragen.

Das Bodenelement war insofern extrem, als es trotz halber Höhe das schwerste Element war und am tiefsten abgesenkt werden musste. Es war also absehbar, dass alles andere klappen würde, nachdem ich mit dem Boden eine weiche Landung hingelegt hatte.

RegenwasserzisterneVersetzungZweiter1-m-Ring

Wie zu erkennen ist, trugen wir den Mörtel immer erst unmittelbar vor dem Aufsetzen des nächsten Rings auf. Arbeitsschutz-Obleute bitte mal wegschauen! Das war Arbeiten unter schwebenden Lasten, und zwar ohne Helm (aber der hätte im Falle eines Falles ohnehin nichts mehr gerettet) und auch ohne so etwas wie eine „Beißsperre“ zwischen den Ringen. Wäre also eine der Ketten gerissen, hätte man nicht unbedingt tonnenschwere Lasten auf den Kopf bekommen, wohl aber auf die Finger, jedenfalls dann, wenn man sie dazwischen gehabt hätte. Aus diesem Grund versuchten wir, das zu vermeiden (und es war vermeidbar; wir mussten eben nur daran denken).

VersetzterKonus

Der Konus weist – was man hier nicht sieht – seitlich zwei Bohrungen auf – eine für den Zufluss und eine für den Überlauf. Leider befinden sich beide nicht dicht unterhalb der Öffnung, sodass das Fassungsvermögen der Zisterne geringer ist, als es die Bauhöhe vermuten lässt. Allerdings ist oben im Konus der Durchmesser auch geringer, sodass dieser Einfluss nicht proportional zur Höhe ist. Der Kanaldeckel befindet sich in einer flachen Mulde, also vielleicht fünf Zentimeter unterhalb des aktuellen Geländes. Im Moment liegt eine alte OSB-Platte darauf, also ist von der ganzen Arbeit überhaupt nichts mehr zu sehen. Für die Verbindung mit den Dachrinnen werden wir dann zu gegebener Zeit wieder etwas schachten müssen, aber der damit verbundene Aufwand ist ganz sicher vernachlässigbar gegenüber der hier geschilderten Story.

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„Sieht doch ganz ordentlich aus“


Am 1. April habe ich das letzte Mal über den aktuellen Stand geschrieben. Die im vergangenen Herbst verwundert vorgetragene Frage: „Ach, ein Blog führst du auch?“ kommt der zunehmenden Kollision zwischen Tun und Beschreiben inzwischen näher als damals. Zwar würde ich auch heute die Arbeitsbedingungen nicht als ideal bezeichnen – es ist schlicht zu warm; fünf bis zehn Grad würden mir selbst vollkommen ausreichen (stattdessen sind es z.T. über 25 °C). Aber so muss man sich halt um Sonnenschutz und ausreichend Getränke kümmern und ein Wohlgefühl… oder wohl eher eine gewisse Zufriedenheit aus den Arbeitsfortschritten ziehen.

Und die liegen vor, auch wenn noch immer nur ein paar lose Baudielen auf den Deckenbalken des Kellers liegen. Allerdings hat sich vor allem drumherum einiges getan. Wo fange ich an? Am besten gleich nach dem Datum des letzten Beitrags vom April.

Die erste Maßnahme war die Konservierung des zu verbauenden Holzes. Die Deckenbalken lagen ja Anfang April nur provisorisch an Ort und Stelle, quasi als Verschalung für die Lücken innerhalb der zehnten Reihe. (Diese Verschalung würde ich übrigens heute anders lösen. Wir haben die Balken ja ohnehin von vier Metern Länge kürzen müssen, und dabei kamen an die 20 Stummel heraus, die sich mittels eines Schalbretts und zweier Schraubzwingen ebenso gut anstelle der Balken hätten einsetzen lassen. Ein zweiter denkbarer Ansatz wäre der gewesen, keine Lücken zwischen den Steinen zu lassen und stattdessen auf der Innenseite eines jeden Steins einen Steg abzuflexen; die Außenseite wäre damit schon verschlossen gewesen. Freilich hätten die Balken damit auch dichter gelegen, also nicht im Abstand 50 cm – die Länge eines Schalsteins – außen zu außen, sondern Balkenkern zu Balkenkern, womit sie sechs Zentimeter dichter liegen würden.)

Was kann dem Holz schaden? Spontan fallen mir Blaufäule und der Holzwurm ein. Vor ca. einem Jahr waren Birgit und ich mit den Rädern im Thüringer Wald unterwegs, und einmal übernachteten wir bei einem Ehepaar, das selbst gerade baute (bzw. bauen ließ). Der Mann, Klaus, ist freischaffender Gutachter für Holzbau, vornehmlich wohl für historische Bauten, wo meist der Denkmalschutz mitmischt. Er kannte sich mit Holzschädlingen bestens aus und wusste zu berichten, ab welchem Feuchtegehalt Holz anfällig für den klassischen Holzwurm ist. Unsere Deckenbalken sind so genanntes Konstruktionsvollholz und damit getrocknet. Gemessen haben wir den Feuchtegehalt freilich nicht. Das ist auch fragwürdig, denn kurz im Ofen waren sie wahrscheinlich durchaus; die Frage ist nur, ob sie durchgetrocknet sind. Allerdings weiß das der Holzwurm ja auch nicht. Vielleicht kann er es jedoch riechen. Wie dem auch sei – Klaus wusste von Schlimmerem zu berichten. Aus Afrika sei ein Schädling eingeschleppt worden – ein Hoch auf die Globalisierung! –, der sich mit deutlich weniger Restfeuchte begnüge. Ich meine mich an elf oder zwölf Prozent zu erinnern. Das ist wirklich wenig. Da müssen wir wohl darauf hoffen, dass dieses afrikanische Viech von uns erst Wind bekommt, wenn unser Holz bis auf für ihn unbekömmliche Werte heruntergetrocknet ist, oder dass er sich von der Lasur, die sich in erster Linie gegen die Fäule richtet, abschrecken lässt; die hat ja durchaus einen Eigengeruch.

Also haben wir lasiert. Bei Hornbach riet man uns, zunächst eine Grundierung durchzuführen, dann 24 Stunden zu warten und dann zweimal mit Zwischentrocknung zu lasieren. Die Eimer mit der Chemie sind durchaus als Geldanlage zu bezeichnen. Vor allem die Grundierung schien mir ziemlich teuer. Aber wir hatten vorher und nachher deutlich höhere Rechnungen, und solange die laufenden Kosten aus dem laufenden Verdienst beglichen werden können, befinden wir uns ja in einer für Bauherren eher untypisch komfortablen Situation (der Vorteil am Bauen besteht auch darin, dass man zeitlich gar nicht mehr dazu kommt, seine Kohle für Vergnügungen auszugeben, denn zu denen kommt man ja nur mehr sehr eingeschränkt).

Die Deckenbalken sehen nach dieser Maßnahme so aus:

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Bei Aldi gab es überraschend ebenfalls Lasur; so was haben die ja nicht ständig im Angebot. Diese war von ganz anderer Konsistenz (dickflüssiger) und Farbe (dunkler), viel günstiger und noch dazu runtergesetzt. Und da noch Grundierung übrig war, luden wir zwei Pötte zu und strichen auch noch die Baudielen. Da reichte es dann zwar nur für eine der beiden großen Seiten und die Seitenkanten, aber die ungestrichene Seite kommt dann eben nach oben; Feuchtigkeit droht ja ohnehin nur von unten. Die ungehobelten Dielen saugen nach meinem Eindruck allerdings auch mehr Flüssigkeit auf.

Diese Anstriche richten sich ausdrücklich nur gegen die Blaufäule. Ist der Holzwurm im modernen Bau kein Thema mehr? Oder kriegt man den nur mit DDT ferngehalten (was ja heutzutage hoffentlich niemand mehr verwendet, zumindest dort nicht, wo sich Menschen aufhalten können)?

Eine der nächsten Maßnahmen, bevor allzu viel auf dem Mauersims herumbalanciert wird – mit der Gefahr, auf einer der beiden Seiten zweieinhalb Meter in die Tiefe zu stürzen –, bestand darin, die Baugrube zu schließen. Ich weiß nicht, ob man das so sagt, aber man sieht im Bild oben, dass rings um die Kellerwände „Platz“ ist, 40 cm bis „unendlich“; links befand sich ja die alte Rampe für den Radlader, d.h., dort war sehr viel aufzufüllen. Bevor dies jedoch geschehen konnte, mussten hydraulische (also gegen eindringende Feuchtigkeit) und thermische Isolationen aufgebracht werden, und das war ein gerütteltes Arbeitspaket. Aber auch damit konnten wir nicht unvermittelt loslegen, denn trotz aller beeindruckenden Stabilität der steilen Baugrubenwände hatte es im Laufe des zurückliegenden halben Jahres Abrutschungen und „Erdriesel“ gegeben, sprich: Rund um die Wände befand sich jede Menge Material, das vor Isolationsmaßnahmen herausgeschafft werden musste.

Es zeigte sich, dass Bauleute auf anderen Baustellen durchaus gut daran tun, der Böschung eine gewisse Schräge zu geben, denn da bricht und bröselt nicht so leicht was ab. Allerdings ist das mit deutlich größerem Aushub und nach Ausbau der Kellerarbeiten auch mit umfangreicheren Wiederauffüllungen verbunden. Wer den Bagger sozusagen im Fundus des Baustellenparks hat und ihn nur anzuwerfen braucht, tut sich da leicht. Wir haben – eine Schaufel! Und unser Arbeitsfeld sah so aus:

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Das kann man jetzt ganz übel finden oder harmlos. Die Tatsachen sind folgende:

  • Es gab einen gemeinsamen Wasserspiegel innerhalb und außerhalb des Kellers. Die Verbindungen waren zwar so gering, dass ein Ausgleich Stunden brauchte, aber seit den reichlichen Herbst- und Winterregen waren ja Monate vergangen (und die Verdunstungsraten haben erst im April wieder deutlich angezogen). Die freizulegende Sohle lag unterhalb des Wasserspiegels. Wir drangen also von oben nach unten in zunehmend morastige Materie vor.
  • Diese Materie war teilweise ziemlich tonhaltig, also dementsprechend klebrig. Ich musste bei der Inspektion beinahe einen Stiefel opfern. Kleben tat das Zeug aber nicht nur am Stiefel, sondern auch an Schaufel und Spaten.
  • Die Höhe, auf der ich diesen Aushub deponieren konnte, betrug mindestens zwei Meter. Er musste also „geworfen“ werden, und zwar so schwungvoll, dass die Fliehkräfte die Adhäsion des Lehms überwanden, was die Sache ausgesprochen sportlich gestaltete.

Mit dem, was auf eine Schaufel passt, ruiniert man normalerweise keinen gesunden Rücken. Aber Lehm ist eben nicht normal (weil er sich wunderbar türmen lässt und das manchmal auch ohne jede Absicht tut), und „beschleunigter“ Lehm ist nach F = m*a erst recht nicht normal. Also hatte ich am Abend ein spürbares „Zipperlein“. Nach ein, zwei Tagen war das aber wieder vorbei. Das Ergebnis meiner Bemühung sah dann so aus:

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Die Wasserfläche vergrößerte sich durch diese Maßnahme beträchtlich, was zur Folge hatte, dass der Wasserspiegel im Keller sank. Nun könnte man argumentieren: Ist doch egal, denn Stiefel sind in jedem Falle vonnöten. Das löst zwei Probleme aber überhaupt nicht. Erstens blieb die untere Steinreihe nass, zumindest feucht, solange da Wasser stand, das diese Reihe erreichte (und viel tiefer wollte ich nicht graben, um unser schönes Bauwerk nicht zu unterminieren). Und zweitens neigt das neue deutsche Klima dazu, den Frühling auszulassen und nach den letzten Winterfrösten gleich zu ariden Aprilhitzewellen überzugehen. Mit anderen Worten: Es gibt grundsätzlich baufreundliches Wetter, aber kaum mehr Wasser. Den größten Bedarf daran haben wir ja auch hinter uns, aber vielleicht ist doch mal eine Feuchtreinigung von Geräten erforderlich oder besteht aus anderen Gründen Bedarf an Wasser, und dann muss ich wieder die Nachbarn angehen oder mit Mineralwasser arbeiten. Aus dem ersten Grund wollte ich das verbleibende Wasser abpumpen – was sich umso geruhsamer macht, je höher der Wasserspiegel ist, denn eine Pumpe mag es nicht, wenn sie trocken läuft – und aus dem zweiten Grund in eines unserer Wasserfässer hinein. Damit dies nun noch schadensfrei über die Bühne ging, schachtete ich in der Ostecke ein ca. 30 cm tiefes Loch, stellte eine Gehwegplatte hinein, damit die Pumpe nicht im Sumpf stehen würde und warf sie an. Im ersten Anlauf gab das eine Lehmdusche, weil der Schlauch nicht angeschlossen war. Aber das soll ja gesund sein. Mit Schlauch füllte ich eines unserer Fässer zu ca. zwei Dritteln. Dann begann das Gerät zu röcheln. Ende Gelände, der Rest musste wegtrocknen.

Der nächste Schritt war eine ziemlich staubige Angelegenheit, und zwar unabhängig von der Wetterlage. Ich erwähnte bereits, dass nicht jeder Schritt unserer Betonierarbeiten zu professionellen Ergebnissen führte, und die Abweichungen von der Perfektion zeigten sich u.a. in überstehenden Wülsten und leicht schräg stehenden Steinen. Mag die Bitumenbahn für die Feuchtigkeitssperre das noch tolerieren – später mit den Dämmstoffplatten würde das problematisch und könnte zu Beulen und Brüchen führen. Also wurde das Krumme gerade gemacht. Vorher:

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Nachher:

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Mich hat verblüfft, wie weit man mit einer einzigen Trennscheibe kommt: einmal rum! Klar, das ist nicht das richtige Material; für eine solche Tätigkeit verwendet man eher Schruppscheiben, und ich hatte mir auch ein topfähnliches Gebilde zu diesem Zweck gekauft, aber das passte am Ende nicht auf die Flex; also musste es so gehen. Und abgesehen davon, dass wir uns noch einen Satz Staubschutzmasken kauften und ich hinterher noch grauer aussah, als ich natürlicherweise schon bin, ging es auch. Ich habe allerdings Zweifel, dass die Masken wirklich viel halfen, denn sie schließen alles andere als dicht ab. Aber gut; ich habe ja nicht mit Asbest gearbeitet.

Viel zu tun war vor allem an den Ecken und in der zehnten Reihe. Man sieht hier, dass eine Woche nach dem Abpumpen die Gassen wasserfrei und auch einigermaßen trocken sind:

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Die nächste Maßnahme war die Grundierung der Außenwände für die Bitumenschweißbahnen. Beim Hornbach hatte man mir dafür einen 5-Liter-Kanister Bostik verkauft. Ich war schon skeptisch, ob das reichen würde. Um es kurz zu machen: Ich musste noch mal los und zehn Liter nachkaufen, und auch die reichten nur gerade so. Woher diese Fehleinschätzung? Nun, vermutlich war es die schon mehrfach beklagte Qualität der Betonschalsteine. Als ich kürzlich mal wieder beim Hornbach war, sah ich dort deren Schalsteine, und dem Augenschein nach spielt Hornbachs Lieferant in einer ganz anderen Liga. Die Steine wirkten wie gegossen, also auch robuster, und dadurch eben glatter, d.h., sie hatten eine weniger poröse Oberfläche und hätten vermutlich weniger Anstrich aufgenommen. Aber das war nun nicht mehr zu ändern.

Die viel spannendere Tätigkeit lag jetzt unmittelbar vor mir: Das Aufkleben der Teerbahnen. Spannend war das deshalb, weil der Hornbach-Berater für Laien die Verwendung einer Spachtelmasse empfohlen hatte. Wie er sich genau ausdrückte, weiß ich nicht mehr, aber ich hörte heraus, Profis würden die Teerbahnen nehmen. Also nahm ich die Teerbahnen. Was nun wirklich am Ende besser ist, werden die künftigen Jahre zeigen müssen, denn man kann bei den Teerbahnen einiges falsch machen, und wir haben nicht alles richtig gemacht – so viel ist schon mal gewiss. Das Wort „verschweißen“ bringt einen möglichen Fehler auf den Punkt: Man kann sich (und anderen) irreparable Hautschäden zufügen, ja, der Brenner ist eine regelrechte Mordwaffe. So viel kann ich aber vermelden: Es gab nicht die kleinste Brandblase!

Gasflaschen hatte ich mir im Vorfeld besorgt. Ich hielt es für ein vertretbares Wagnis, die Flasche aus Erlangen nach Fürth im Rucksack zu transportieren. Zum Glück hatte ich auf die Anschaffung der größten Flaschensorte verzichtet (ich glaube, die bekommt man auch nur als Pfandflasche); ich hatte mir gedacht: Wenn so ein Teil schon tara 33 kg wiegt, kriege ich sie im Haushalt als alter Mann nicht mehr gehandhabt. Außerdem ist so eine große Flasche ein ziemlicher Trümmer und optisch nicht gerade dekorativ; kleinere kann man eher mal irgendwo verschwinden lassen. Also wurden mehrere 11-kg-Flaschen angeschafft, die tara gut 10 kg wiegen. Leer ging das ja noch, aber ich dachte, ich kürze ab, indem ich sie gleich in Erlangen gegen eine volle umtausche. Das hieß dann allerdings gute 14 km mit einem knappen halben Zentner auf dem Rücken (auf dem Fahrrad), und das führte mir eindrucksvoll wieder vor Augen, was ich eigentlich schon vorher wusste: Auf dem Fahrrad verpackt man seinen Krempel in Packtaschen, jedenfalls nicht auf dem Rücken.

Nach der Ankunft war jedoch rasch wieder alles gut. Ich schloss den Druckminderer an die Flasche und den „Flammenwerfer“ an den Druckminderer, alles mit dem gehörigen gebotenen Respekt eines Menschen, der das zum ersten Mal macht. Na ja, und dann Feuer frei! Der Hornbach-Berater hatte gemeint, die Schweißbahnen sollten von oben nach unten verlegt werden. Dieser Rat folgt der Logik, dass Hitze nach oben steigt, und wer die Bahn von unten nach oben verlegt, der muss den Brenner nach unten richten und sich dabei ordentlich zurücklehnen, weil ihm sonst die aufsteigenden heißen Gase eine neue Frisur bescheren. Das probierten wir also gar nicht erst. Die Verlegung von oben nach unten war aber auch nicht ganz ohne. Auf youtube hatte ich nach entsprechenden Videos gesucht, aber nur solche gefunden, bei denen die Verlegung flach oder schräg erfolgte. Das sah sehr überzeugend und einfach aus, war aber logistisch eher Kinderkram gegen unsere Herausforderung. Die „Elefantenhaut“, wie der Hersteller sein Erzeugnis durchaus passend genannt hat, wird in 5×1 qm aufgerollten Bahnen ausgeliefert. Innen, wo der Radius der Aufwicklung klein wird, hat man Pappe mit aufgerollt, damit bei ordnungsgemäßer Lagerung auch ja nicht die Lagen miteinander verkleben. Zusätzlich wird das Verkleben dadurch erschwert, dass eine dünne Kunststofffolienschicht aufgetragen wurde, die beim Erhitzen der Bahn einfach verbrennt bzw. wegschmilzt. Die Bahn ist auf einer Seite sandrau, wobei das ziemlich feiner Sand ist. Man kann sich daran trotzdem verletzen, wenn man mit ungeschützter Haut ordentlich drüberfegt. Die vier bis fünf Millimeter starke Bahn enthält ein Gewebe, das offensichtlich mehr Hitze aushält als der Teer; sie dient der Formstabilität, solange das heiße Zeug gehandhabt wird. Ich kann nur sagen: sehr gute Qualität. Dennoch: Die Rolle senkrecht nach unten abzurollen ist eine andere Geschichte als flach oder schräg. Erstens sind die fünf Quadratmeter nicht gerade leicht, und zweitens existiert trotz des Gewichts natürlich kein Anpressdruck zur Seite. Da braucht man schnell viele (mit den richtigen Handschuhen geschützte) Hände – die nicht vorhanden sind (und muss natürlich zusätzlich jedes Mal, wenn irgendwie irgendjemand oder irgendein Behelf andrückt, das Gas abdrehen, damit sich niemand Verbrennungen zuzieht). Wir beschlossen also, erst mal mit kleinen Flicken anzufangen:

ErsteBitumenbahnen

Das ging zwar ganz gut – die allerersten Ergebnisse waren genau genommen im Rückblick sogar die besten aller ausprobierten Methoden –, aber es warf die Frage auf, wie dies in 2,50 Meter Höhe funktionieren sollte. Außerdem hatten wir am unteren Ende der Radladerrampe begonnen. Dort konnten wir eine alte OSB-Platte flach hinlegen, darauf ungefähr einen Quadratmeter Teerbahn, diese nach Herzenslust brutzeln, dann flugs an die Wand heften, und gut war’s. Es zeichnete sich aber klar ab, dass die Wege von dieser „Bratpfanne“ zum Einsatzort immer länger werden würden, was zu immer kühlerem Auftrag führen würde. Schon hinter der ersten Ecke wurde das deutlich:

SchlechteKlebung

Wie war das gekommen? Um die wegebedingte Abkühlung zu kompensieren, erhitzte ich die Bahn so stark, dass das stabilisierende Gewebe seine Funktion nicht mehr in der gewünschten Weise erfüllen konnte, und so wurde aus dem Rechteck ein Lappen, der durchhing und Falten warf. Das war dann konsequenterweise der letzte auf diese Weise verlegte Flicken. (Die Sache war ja nicht nur optisch unschön, sondern die Falten würden genau das erhindern, was ich mit der Glättung der Betonaußenseite mit der Flex gewährleisten wollte: dass die Dämmstoffplatten glatt anliegen. Es fand sich aber später noch ein mildernder Kniff.)

Nun grübelten wir, wie es stattdessen anzustellen wäre. Ich griff den Vorschlag des Hornbach-Beraters wieder auf. Die Bahn wurde auf die erforderlich Länge zugeschnitten, rechts vom oben gezeigten missglückten Stück also in voller Wandhöhe von 2,50 m, was eine Halbierung der kompletten Rolle bedeutete. Zunächst wurde das zugeschnittene Teil am oberen Ende der Wand fixiert. Wir benutzten dazu ein Stück Dachlatte und zwei Schraubzwingen; die Dachlatte sollte den Andruck großflächig machen, aber gleichzeitig den Druck minimal halten, denn zu starker Druck hätte die Bahn zerquetscht – schließlich ist das Bitumen bei den aktuellen Temperaturen auch ohne zusätzliche Erwärmung schon recht weich.

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Dann kletterte ich außen nach unten, ergriff eines der unteren Enden und zog die Bahn nach oben auf die Baudielen. Problematisch daran waren die Ankerschrauben. Sie würden sich in die Bahn bohren und diese beim Drüberziehen entlang zweier „Schnitte“ über mehr oder weniger die gesamte Länge der Bahn beschädigten. Das wusste ich, ohne es ausprobieren zu müssen. Diese Schrauben mussten also „neutralisiert“ werden. Zunächst legte ich die 20-m-Rolle der Noppenfolie direkt an die Schrauben; der Durchmesser dieser Rolle war deutlich größer als die Länge, mit der die Schrauben aus der Wand herausstanden, und da die Bitumenbahn nun über der Noppenfolienrolle verlief, „stachen“ die Schrauben nur noch tangential, also vernachlässigbar. Allein: Die Rolle verschob sich, war ja nirgends fixiert. Zweiter Ansatz: Ich befestigte je ein Stummel der KVH (die beim Ablängen der Deckenbalken übrig geblieben waren) mittels Schraubzwingen an den jeweils gefährlichen Schrauben, sodass die Bahn nunmehr auf den wesentlich breiteren Holzklötzen auflag. Aber wirklich solide war das nicht, denn die Schraubzwingen griffen an den runden Gewinden der Schrauben nicht überzeugend und rutschten ab. Birgit hatte als dritten Ansatz die geniale Idee, Löcher in die Stummel zu bohren und diese dann einfach wie Hütchen auf die Schrauben zu stecken. Allerdings war Heinrich zugegen, der ebenfalls über dieser Problematik brainstormte. Er schaffte es zwar noch, die Löcher in die Stummel zu bohren, aber damit war die Halbwertszeit von Birgits Idee auch schon abgelaufen. Er kreierte aus drei Brettern einen Überwurf, der sich auch nicht mehr verdrehen konnte, und etwas Besseres fiel uns für den Rest der Arbeiten nicht mehr ein:

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Dieses Teil erhielt konsequenterweise den Namen seines Erfinders: Heinrich. Es ließ sich leicht verschieben und tolerierte auch die durchaus nicht sauber in Flucht stehenden Schrauben.

Das untere (nach dem Überschlagen über den Heinrich oben auf den Dielen liegende) Ende der Bitumenbahn wurde – ebenfalls fixiert mittels Schraubzwingen – zwischen zwei Dachlatten eingeklemmt und mit einem Seil verknüpft, an dem es je nach Anweisung des Flambeurs (nein, ich meine keinen Zocker) herabgelassen bzw. hochgezogen werden konnte, ohne dass sich jemand den heißen Gasen aussetzen musste. Ganz am Anfang der Verschweißarbeiten musste die Bahn allerdings doch direkt von Hand bewegt werden, weil sie noch nicht mit ausreichend Gewichtskraft nach unten zog.

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Die Vorgehensweise ist hier notwendigerweise nicht kontinuierlich wie bei nicht senkrechter Verlegung, denn das Andrücken – es war oftmals eher ein Anschlagen mit der flachen Hand oder Faust – der Bahn kann natürlich nicht während des Erhitzens stattfinden, sondern wir mussten nach dem Erhitzen die Bahn so weit herunter lassen, dass ich mittels des noch nicht erhitzten und daher trockenen Abschnitts die dahinter hängende heiße Bahn andrücken konnte. Sobald man den ersten Meter auf diese Weise verklebt hat, bleibt für den Rest der Bahn auch die Wand kalt, jedenfalls wenn man nicht extra dran denkt, auch sie zu erwärmen. Die gleichzeitige Erwärmung ist bei Flach- und Schrägverlegung quasi inbegriffen, hier jedoch nicht.

Zum Bild direkt über dem vorigen Absatz ist auf einen Fehler hinzuweisen, aus dem wir rasch lernten: Die lose Verbindung beider Seilenden mittels Schlaufe erlaubt es dem Bahnende, schief nach unten zu fallen; die Schlaufe verschiebt sich dabei nach links oder rechts, je nachdem, welche Seite schwerer ist. Und dann wirft die Bahn Falten. Statt einer losen Schlaufe verknotete Birgit von da an beide Seilenden.

Nun gut, wir waren von unserer Vorgehensweise insofern einigermaßen überzeugt, als sie recht flotte Fortschritte lieferte. Nicht vergessen darf man, nach kompletter Verlegung einer Bahn die oberen Zentimeter (die untersten ebenso, aber da ist es nicht so kritisch), die von der Dachlatte verdeckt und festgehalten wurden, ebenfalls anzuschweißen, denn sonst kann dieser kurze Abschnitt so nach und nach die ganze Pracht durch ihr zunehmend lose nach unten hängendes Gewicht wieder von der Wand reißen. Und: das Ergebnis oben dennoch zu fixieren – sicher ist sicher. Das haben wir meist ohne Dachlatte einfach mit einer nicht zu fest angezogenen Schraubzwinge gemacht. Davon haben wir ja genügend.

Wegen des Herumprobierens zu Beginn kamen wir am ersten Tag nicht ganz herum. Dann aber am zweiten. Und so sah das Ergebnis aus:

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Kürzlich sah ich in einem Ortsteil von Fürth eine Baustelle, bei der das Kellergeschoss ebenfalls mit XPS isoliert worden war. Soweit ich mich erinnere, wurden die Platten jedoch nicht auf Betonschalsteine aufgebracht, sondern auf Kalksandstein oder Leichtbetonsteine, und sie waren auch nicht einfach dagegengestellt, sondern angeklebt worden – mit irgendeinem grünen Zeug. Das sah sehr akkurat aus; wahrscheinlich war das Mauerwerk präzise gefugt, und was gewiss nicht störte, waren Stöße überlappender Teerbahnen, denn da gab es keine solchen Bahnen (wie man dort das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert, werden die „Kollegen“ vor Ort wissen). Bei uns gab es sogar Vierfachüberlappungen, nämlich im Bild vorne unten, wo vier Stücke aneinander stießen bzw. eben nicht aneinander, sondern mehrere Zentimeter breit übereinander. Was macht man da? Erst mal lässt man sich deshalb keine grauen Haare wachsen: Wenn die XPS-Platten hier und da etwas eingedrückt werden, weil lokal der Anpressdruck erheblich höher ist als anderswo, dann mindert dies die Dämmwirkung höchstens im einstelligen Prozentbereich, vorausgesetzt, die Platten sind so dick wie bei uns, nämlich zehn Zentimeter. Und dann kommt da ja noch eine kritische Qualitätsprüfung der Fugendichtigkeit, die bei mir in der Regel nicht befriedigend ausfiel. Durch Anklopfen ließ sich feststellen, dass die Bahnen nicht überall an der Betonwand hafteten, und dass die Fugen nicht überall dicht waren, offenbarte ein etwas genauerer Blick. „Nachschweißen“ ging nicht, denn bevor die Bahn auf der Innenseite so heiß ist, dass sie haftet, ist sie außen – von wo aus sie ja erhitzt werden muss –, bereits großflächig nach unten abgetropft. Das geht also nicht. Was aber geht, lehrt uns der Schmied. Vorher ungenügend:

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Vorher unsicher:

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Nachher:

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Im obersten Bild sieht man klar, dass die überlappende Bahn absteht. Im mittleren Bild sieht man oben, dass flüssiges Bitumen aus der Fuge gedrückt wurde; so sollte das idealerweise durchgehend aussehen. Im unteren Bild schließlich sieht man, was man mit einem nicht zu großen Hammer noch korrigierend ausrichten kann. Der ist zwar nicht geeignet, eine abstehende Bahn noch auf die Betonwand zu „tackern“, aber wenn rundum alle Fugen dicht sind, sind lose Stellen hier und da nach meiner Auffassung kein Problem, solange es gewissermaßen Inseln sind.

Zum untersten der drei Bilder gibt es natürlich beliebig viele Abwandlungen, z.B. diese:

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Das hängt dann vom Schlagwinkel ab. Eine kleine fehlende Ecke ganz oben im Osten haben wir sogar ausschließlich kalt aufgesetzt; da muss man dann allerdings vorher die Folie entfernen, denn deren Zweck ist ja gerade, das Zusammenkleben infolge ungeeigneter Lagerung zu vermeiden. Was auch hin und wieder erforderlich war: ein kurzer „Tunk“ des Hammers in trockenen Sand, denn hat sich auf der Schlagfläche erst mal Teer festgesetzt, klebt der Hammer leicht an, und dann entstehen rasch Schäden wie im oberen Drittel des Bildes, die allerdings nicht gravierend sind, solange sie nicht durch die gesamte Bahn reichen.

(Dieses schlagende Argument kam übrigens auch gegen unerwünscht beim Aufkleben der Teerbahn entstandenen Faltenwurf zum Einsatz.)

Der nächste Schritt war außerordentlich materialintensiv. Und man kann sicherlich darüber streiten, ob er ökonomisch sinnvoll (und ob er nicht ökologisch fragwürdig) ist: die Verlegung der Dämmplatten. Zehn Zentimeter XPS – darüber würde in einem thermisch nicht vom Erdgeschoss eines Wohnhauses getrennten Keller (bzw. um diesen herum) wahrscheinlich niemand mehr streiten. Bei einem Nebengebäude ist das so eine Sache. Die Kosten – jede Platte schlägt mit gut zehn Euro zu Buche – und die für die Herstellung der Platten aufgewendete Energie stehen auf den jeweiligen Sollseiten. Auf der ökonomischen Habenseite steht, dass in diesem Keller vorbehaltlich einer ordentlichen Dämmung im oberirdischen Geschoss ziemlich sicher kein Frost aufkommen wird und daher praktisch alles gelagert werden kann bis hin zum vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfohlenen Wasservorrat. Ein Frostwächter dürfte daher unnötig sein, jedenfalls bis zu dem Tag, an dem wir es besser wissen, allerdings ist ein Gerät, das Strom in Wärme umwandelt, so billig wie die gute alte Glühbirne – zzgl. einer kleinen Regelung freilich. Man spart halt den Strom. Auf der ökologischen Habenseite fallen quasi Produktion und Unterhalt dieses Frostwächters an sowie dessen Betriebsstrom bzw. der dafür erforderliche Speicher. Die betreffende Energiemenge, die dabei in einem Winter zusammenkommen mag, kann ich nun überhaupt nicht abschätzen. Zwar ist Bodenfrost mit zunehmender Tiefe immer weniger wahrscheinlich (weshalb ich ursprünglich vorsah, in der unteren Hälfte des Kellers nur sechs Zentimeter dick zu dämmen), aber Frost elektrisch wegzuheizen, zumal dann, wenn Solarstrom ohnehin knapp ist, kann womöglich üppig werden. Und die Wärme steigt ja nach oben, also vielleicht nicht genau dorthin, wo sie gebraucht wird.

Wie dem auch sei. Die Verlegung der Platten ist easy, vorausgesetzt, der Untergrund ist einigermaßen eben. Es gab eine Diskussion beim Hornbach darüber, ob man diese Platten festkleben sollte. Der Berater meines Vertrauens wiegte salomonisch den Kopf: „Die einen sagen so, die anderen so. Klebst du es an, und der Boden setzt sich trotz Stampfereinsatz irgendwann noch, reißt die absinkende Platte womöglich die Teerbahn mit runter, und dann ist die hydraulische Sperre im Eimer. Es sollte ohne Ankleben gehen, denn das Erdreich, egal, ob festgerüttelt oder nicht, drückt ja nach allen Seiten, also auch zur Wand, und dann bleibt zwischen den Platten und den Bitumenbahnen keine wesentliche Fuge.“

Also haben wir den Transporter für die vorgesehenen zwei 30-kg-Eimer wieder storniert – solches Gepäck hätte dann doch robustere Fahrräder erfordert – und den gesparten Einkaufspreis für eine Fete verplant. War immerhin ein nettes Gespräch.

Und so sieht das dann aus:

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(Der Fäustel war nur ein Versuch beim „Verschmieden“ der Teerbahnfugen. Praktisch alle Fugen habe ich stattdessen mit dem Gerät links unten im Bild gemacht.)

Im Grunde brauchte man für diese Arbeit wieder ein paar Hände mehr zum Festhalten, insbesondere deshalb, weil außen auf die Platten ja außerdem noch die Noppenfolie kommt, und die steht dann auf keinen Fall mehr von allein. Selbst wenn man unten die ersten paar Schippen dagegen geworfen hat, kippt sie von oben immer wieder herunter. Die Platten brauchen jedoch nur wenig „Fußstütze“, um sich nicht mehr zu bewegen, jedenfalls nicht so viel wie hier:

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Aber verfüllt werden muss die Grube letztlich ja ohnehin.

Ist es erforderlich, darauf hinzuweisen, dass die Noppen nach innen weisen sollten? Anscheinend durchaus, denn ich habe es schon mal anders herum gesehen. Dann gibt es jedoch keinen durchgehenden Luftspalt von der Oberfläche bis zum Fuß des Kellers, und den sollte es geben, damit sich Wasser frühestens ganz da unten staut.

Apropos Wasserstau. Es wird ja nun durchaus spannend, wie sich der Wasserhaushalt unseres Kellers künftig entwickelt. Idealerweise würde der nach unten in keiner Weise abgedichtete Boden so nach und nach staubtrocken. Davon ist aber wohl nicht auszugehen. Ich erinnere mich an den Keller im 250 Jahre alten Wohnhaus meiner Schulzeit – mit Ziegelsteinen flach ausgelegt, aus Feldsteinen hochgezogen mit Rundgewölbe, aus damaliger Sicht ziemlich gut geeignet für Einkellerungsäpfel und -kartoffeln. (Inzwischen würde ich die schrumpeligen Dinger des Frühjahrs wahrscheinlich nicht mal mehr geschenkt nehmen, aber die Ansprüche wachsen eben mit den Jahren.) Jedenfalls war die Temperatur dort unten ganzjährig ziemlich konstant und lag fast immer im positiven einstelligen Bereich, außer vielleicht in heißen Sommern. Und bis auf ein Erlebnis mit einem Wasserrohrbruch stand dort auch nie Wasser. Das würde mir schon genügen. Sollten wir die bis vor unserem Aushub ziemlich wasserdichten Erd- und Gesteinsschichten nun so gründlich und dauerhaft durchlässig gemacht haben, dass nennenswerte Regenmengen bis in diese Tiefen sickern und dann von unten im Keller wieder nach oben dringen, ist eine Tauchpumpe Plan B. Dafür habe ich an der Stelle, an der sie im April zum Abpumpen eingesetzt wurde, ein hinreichend dickes Rohr platziert (genauer gesagt, ein zwei Meter und ein ein Meter langes, miteinander geschmeidig vereinigt durch den Einsatz von Melkfett, weil gerade keine Vaseline zur Hand war, aber etwas grundlegend Anderes wäre die ja auch nicht). Clemens ist sehr skeptisch, weil ich kein Drainagerohr rund um den Keller verlegt habe. Hätte ich eines zur Hand gehabt, hätte ich es verlegt. Hatte ich aber nicht. Da in dieser Tiefe ohnehin alles langsam sickert, setze ich meine ganze Hoffnung darauf, dass die Pumpe im Einsatzfall deutlich unterhalb des Kellers ansetzt, und dann müsste sie diesen ja eigentlich vor stehender Nässe schützen. Eigentlich zumindest.

Die Verfüllung begann zunächst mit der Schubkarre. Das war auch sinnvoll, denn aus zweieinhalb Meter Höhe mit einer 800- oder 900-Liter-Schaufel zu beginnen ist eher zerstörerisch als fortschrittsstiftend. Aber es ist halt auch mühsam. Deshalb stand die Anmietung des Radladers außer Frage und die eines Rüttlers ebenfalls, wobei ich mit diesem eine Premiere hatte. Zunächst wollten wir den sogar kaufen, denn für die Gründung der Bodenplatte und später wohl auch für die Verfüllung des Kanalgrabens zur Straße werden wir wieder einen benötigen. Aber Hornbachs Lieferant strafte die Angabe „5-6 Werktage“ im Internet Lügen, und Hornbachs Hofgeräteverleih hatte alle Stampfer gerade vermietet. Also fragte ich bei HKL an und, ob das Teil notfalls auch in der Schaufel verbracht werden könne. Nach einem theatralischen Stirnrunzeln ging das durch, und ich hoffe, dass die Leute dort am heute früh Zurückgebrachten keinen Anstoß nehmen.

Der Stampfer ist allerdings ein Teil für eher grobe Leute. Ich würde mich von der Statur her zwar nicht als zierlich einstufen, aber doch eher mit einer Läuferfigur ausgestattet, und wenn man den Krawallnik bis zum Anschlag entfesselt, dann sollte der lockere Untergrund nicht zu dick sein und auch nicht zu uneben, sonst strebt der Hupfer ohne entschlossenste Gegenwehr zielsicher die tiefste Stelle des Grundstücks an und gräbt sich dort ein, und dann kann man sehen, wie man die ca. 60 kg da wieder herausbringt.

Was ich nicht für möglich gehalten hätte: Der gesamte Aushub vom vergangenen Herbst und der gesamte Zisternenaushub wurden verfüllt. Nicht eine einzige Schubkarre muss auf die Deponie (lediglich ein paar Steine)! Und wir brauchen sogar noch erheblich mehr Material, allerdings werden wohl auch noch -zig Kubikmeter beim Aushub für die Bodenplatte anfallen. Das wird zwar kein tiefes Loch, aber doch ein über 100 qm großes, und das gibt im Produkt letztlich auch eine ordentliche Kubatur. Es wäre auch schade, wenn ausgerechnet die verhältnismäßig fruchtbare Braunerde auf die Deponie müsste. Ich bin da aber optimistisch.

Und so stellt sich die Baustelle im Augenblick dar:

AbschlussVerfüllung

Eigentlich sieht’s doch ganz ordentlich aus.

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Tiefbau


Die Einreichung (Vorlage) des Bauantrags war nach all dem Hineinfinden in die Erfordernisse der benötigten Unterlagen und der gelegentlich etwas anstrengenden Abstimmung zwischen dem, was die Stadt Fürth ganz selbstverständlich und schon immer erwartet hat, und dem, was der Architekt ebenfalls ganz selbstverständlich und schon immer reibungsarm bei „seinen“ Bauämtern abgeliefert hat – was aber eben nicht ganz selbstverständlich dasselbe war – …, also diese Einreichung war auch nicht stolperfrei. Der erste Anlauf fand im März 2016 statt, und der Torwächter in der Planannahmestelle, ein routinierter und sehr erfahrener Mann, erkannte eklatante Mängel, mit denen er mich erst mal wieder nach Hause schickte.

Das hatte mit diesen Mängeln wohl seine Richtigkeit. Ich weiß aber nicht mehr, worum es sich dabei konkret handelte. Unschön war, dass ich sozusagen einen Sprint hingelegt hatte, um diesen Termin zu schaffen; auch Daniel machte Überstunden und verschickte die mit seiner Unterschrift versehenen Unterlagen mit Expresspost. Das war nun alles für die Katz‘, denn jetzt war erst mal Urlaub angesagt, Resturlaub, um genau zu sein, unverschieblicher also, obwohl fast nichts im Voraus gebucht worden war. Und wir hatten uns das so schön ausgemalt, dass die Mühlen der Behörden mahlen würden, während wir Sizilien umrunden.

Denkste. Einen Monat Verzögerung. Denn während unserer Reise ergänzten wir natürlich nichts und korrigierten wir keinen Fehler.

Das kam dann danach, und ich meine mich zu erinnern, dass in diese Zeit die Beunruhigung seitens des Architekten angesichts der Diskrepanzen zwischen dem Bebauungsplan und unseres Vorhabens fiel. Es blieb also spannend.

Im Juni versuchten wir es schließlich noch einmal, und die Situation war eine ganz ähnliche: Wieder kamen wir in die Tage vor dem Sommerurlaub, wieder wurde es etwas hektisch, aber diesmal winkte der Mann mich durch.

Was nicht hieß, dass die Stadtentwässerung Fürth nicht doch noch Mängel gefunden hätte, auf die ich dann jedoch in „bewährter Weise“ wieder erst nach dem Urlaub eingehen konnte. Ich nehme an, dass ein Teil der langen Zeit zwischen Vorlage und Genehmigung der erneut verzögernden Wirkung eines, nämlich dieses Urlaubs zuzurechnen ist.

Während dieses Urlaubs (dessen erste Hälfte wir auf Korsika verbrachten, also recht weit weg von Fürth) erreichte mich ein Anruf. Die Nachbarin klingelte und tat kund, dass unser Unkraut doch erheblich wuchere und mittlerweile aussame, und sie hätte deshalb viel Stress mit Löwenzahn und ähnlichem Nichtrasengewächs. Nun ist zwar bekannt, dass viele Samen, gerade auch die vom Löwenzahn, über bemerkenswerte Flugfähigkeiten verfügen, die es keinesfalls ausschließen, dass sich ein solcher dorthin verirrt, wo er stört, selbst wenn wir unser Grundstück komplett zubetoniert oder wie einen englischen Rasen gestutzt hätten. Aber wenn wir „Ökogarten“ praktizieren, erhöht das natürlich die „Infektions“-Wahrscheinlichkeit. Ich fragte mich zwar – nur mich selbst, wohlgemerkt – , woher Löwenzahn kommen solle, wenn im Wochentakt gemäht wird, aber im Interesse eines gutnachbarschaftlichen Verhältnisses versicherte ich, dass der Rückschnitt das erste sei, was wir nach unserer Rückkehr angehen würden, und damit war sie fürs Erste zufrieden.

Damals haben wir noch miteinander geredet.

Und wir haben Wort gehalten. Tatsächlich war die Unzufriedenheit mit unserem „Ökogarten“ nachvollziebar, wie eine erste Visite auf dem Grundstück zeigte.

ZugewachsenesGrundstück

Als wir dann Hand anlegten, zeigte man sich zufrieden mit unserem Eifer und dem Ergebnis unserer Bemühungen.

Die nächste Maßnahme drei Wochen später war der Abtransport der restlichen Erdmassen aus der Abtragung des Walls. Zu Beginn sah das Areal ungefähr so aus:

AbtransportAushub

Der Ablauf ist jetzt nicht sonderlich spektakulär oder lehrreich. Die einzige wirklich nützliche Lektion zur Weitergabe wäre die, wie man es hinkriegt, die abzutransportierenden Materialien nicht auf die Deponie zu fahren, sondern irgendwohin, wo sie gerade jemand gut gebrauchen kann. Oder wie man die Mitarbeiter der Deponie so bestechen kann, dass sie sich mit einem Beitrag zur Kaffeekasse begnügen; ich hörte Berichte von Bauherren, die angeblich so verfuhren. Denn mit diesen beiden Maßnahmen ließe sich richtig viel Geld einsparen.

Aber wenn das Zeug woanders als auf der Deponie gelandet ist, dann hat jemand anders den Schnitt gemacht und mir nichts davon erzählt. Dasselbe gilt für eine mögliche Umgehung der Deponiegebühren. Da aber nun mehr oder weniger den ganzen Tag lang der LKW fuhr und der Fahrer in Aktion war und eben zusätzliche Gebühren anfielen, konnte es geschehen, ein komplettes Nettomonatsgehalt an einem einzigen Tag durchzubringen. Das muss man mit anderen Maßnahmen bei einem solchen Bauvorhaben erst mal hinkriegen.

Das war nicht der erste Einsatz dieser Art, und es blieb nicht der letzte. Aber hinterher war mal wieder richtiggehend Auslauf auf unserem „Streifen“.

Auslauf

Die nächste Maßnahme war der Rückbau unserer Hütte. Dies wurde erforderlich, da sie dem geplanten Nebengebäude im Wege stand, das wir zu diesem Zeitpunkt zwar noch nicht bauen durften, aber ich ging davon aus, dass Löcher buddeln keiner Baugenehmigung bedarf. (Und bislang hat mir gegenüber auch noch niemand das Gegenteil behauptet.) Ein bisschen konnten wir neben der Hütte zwar schon graben, aber das hielt sich aus verfahrenstechnischen Gründen und auch im Hinblick auf die Standsicherheit der Hütte in Grenzen:

RampeFürsNebengebäude

Da in dieser Hütte jedoch allerlei Krempel lag und stand, der uns noch für längere Zeit nicht entsorgungswürdig erschien, z.T. sogar ausgesprochen notwendig, und wir den im Weiteren nicht unter freiem Himmel lagern wollten, mussten wir Abhilfe schaffen. Wir sannen hin und her. Man sieht auf Baustellen häufig Container herumstehen, in denen Bauleute ihre Gerätschaften unterbringen. Das sind fraglos robuste und zweckdienliche Lösungen, aber diverse Anfragen und Internet-Recherchen bestätigten mir, was ich sofort vermutete: Das ist keine besonders günstige Lösung, schon gar nicht mit einem 40-Fuß-Standard-Container (der natürlich auch völlig überdimensioniert gewesen wäre), zumal wir nicht einmal abschätzen konnten, für wie lange wir ein solches Teil brauchen würden. Daraufhin wurden abzuwrackende Camping-Anhänger in den Blick genommen, Wohnwagenanhänger, wie sie z.B. beim Zirkus häufig zum Einsatz kommen, zur finalen Nutzung gewissermaßen, aber was man da im Netz fand, hätte möglicherweise nicht einmal mehr die Überführung überstanden, und wir haben halt das Problem, über keine Zugmaschine zu verfügen, nicht einmal für den kleinsten Auto-Wohnanhänger. Die meisten Kleinanbieter schreiben „Selbstabholung“. „Wir bringen’s euch.“ bietet keiner an.

Erst die Not brachte uns dann auf den Gedanken, eine scheinbar nichttemporäre Lösung zu verfolgen, nämlich bei Baumärkten nach einem Geräteschuppen zu suchen. Einmal auf die richtige Spur gebracht wurden wir rasch und erfreulich kostengünstig fündig, verglichen zumindest mit den zuvor gehandelten Zahlen. Allerdings verabschiedeten wir uns damit dann auch von der Kubatur der bisherigen Hütte. Klaus hatte kurz zuvor auf seinem Grundstück neben seiner alten (die deutlich kleiner ist, als unsere alte war) eine zusätzliche, neue Hütte errichtet (zwei Bilder weiter oben, rechts). Die alte (links) wollte er verschüren, wie er sagte, und dazu würde sie sicherlich auch gut taugen, wenn es denn mal so weit sein würde, aber er trägt sich bis zum heutigen Tag mit der nicht völlig abwegigen Hoffnung, dass den Ersatz dafür wir tragen würden, nämlich dann, wenn wir sie versehentlich mit dem Radlader zusammenschöben. Einmal wäre es bald so weit gewesen, aber der „Angriff“ verschob das Kleinod nur um zwei, drei Zentimeter und erforderte ein Abhobeln der Unterkante der Eingangstür, die infolge der Migration etwas klemmte. Ich muss den Nachbarn zugute halten, dass sie darum kein großes Gewese machten. Der Zeitwert dieser Immobilie wird von Fachleuten allerdings auch eher im negativen Bereich taxiert. Die Sache bleibt folglich spannend, und weil der Schuppen noch steht, ist auch sein Inhalt bislang nicht umgezogen. Die neue Hütte blieb als Ergebnis dieser Vorläufigkeit erst mal zweckdisponibel, und Klaus hat darin Konzertsaal und Wintertabakstube eingerichtet. Dank Propangasinfrarotheizung kann es drinnen regelrecht kuschelig werden, wenn man sich mit der etwas aromatischen Atmosphäre anfreunden kann.

So groß würde unser dauerhaft provisorisches Gerätelager nicht werden. Ich glaube, wir haben uns Konsta gekauft und sind damit bei gut 4 qm gelandet. Das könnte zwar wie die alte Hütte für ganz Hartgesottene noch als Nachtquartier dienen, aber zuvor müsste wirklich sehr gründlich und durchdacht aufgeräumt werden. Das war bislang bei der deutliche größeren Fläche ganz easy.

Gedacht, getan; da die neue Hütte aber keine Verbindung zum Erdreich haben würde, bedurfte es zur Aufstellung der Gewährleistung eines ebenen, dauerhaft trockenen und festen Untergrunds. So was ist ohne Stampfer oder Rüttelplatte eigentlich nicht möglich. Da wir so etwas nicht haben und mir die Perfektion entbehrlich schien, stampfte ich mit den beschuhten Füßen. An 10 kN kommt man damit natürlich nicht annähernd heran, aber diese Werte sind ja immer auf die Fläche des Rüttlers/Stampfers zu verteilen, wenn man den erzeugten Druck kennen/vergleichen will, und die handelsüblichen Flächen stellen dann doch einen ziemlich großen „Fuß“ dar. Trotzdem: Für die Bodenplatte des Wohnhauses werden wir die Gerätemiete zahlen, sofern sich nicht irgendwo ein günstigeres und dennoch kraftvolles Kaufangebot auftut, denn wenn sich dort etwas setzt, wäre das ja mehr als ziemlich doof.

Diese Gründung zog sich trotz der geringen Fläche über einige Stunden hin. Der Zusammenbau war für uns sozusagen die erste Nagelprobe: Man kriegt gewiss kein Wohnhaus zusammengeschraubt, wenn man bereits an einem Geräteschuppen scheitert. Die Einzelteile erschienen mir ziemlich labil (Span- statt OSB-Platten, dünne Bretter statt stärkerer Bohlen wie bei Klaus), und mich beschlich der Verdacht, vielleicht doch einem Billigheimer aufgesessen zu sein, aber anscheinend habe ich die aussteifende Macht der Dreiecke bzw. geschlossener Flächen unterschätzt, denn trotz der Stürme, die seit dem Spätsommer 2016 durchs Land und auch durch Fürth gezogen sind und deren Schäden auch in Fürth es bis in die überregionalen Nachrichten schafften, hat unser Schuppen nur insofern Schwächen gezeigt, als man jetzt die Türflügel anheben muss, wenn man sie ordnungsgemäß schließen will – verzogen, verspannt oder getrocknet oder was auch immer die Gründe dafür gewesen sein mögen. Das ist für mich bei diesem Zweck tolerabel.

NeuesGerätehäuschen

Der Umzug ging schnell. Der Rückbau der alten Hütte dauerte etwas länger. Zwar vermutete ich in deren Bausubstanz keine Kostbarkeiten, dachte mir aber doch, dass das eine oder andere Teil bei Bauprovisorien noch mal zum Einsatz kommen könnte oder dass sich irgendjemand für die Ziegel würde erwärmen können. Man weiß ja nie. Ich wollte also dem an sich überwiegend euphemistisch für „Abriss“ gebrauchten Wort „Rückbau“ einen sinnvollen Gehalt verleihen und tatsächlich – mit linksdrehendem Akkuschrauber – demontieren. Die ersten Schritte waren Dielung und Dach, wie man im folgenden Bild sehen kann:

HütteHalbAbgedecktOhneDielung

Dieser Vorgang schlug ein neues Kapitel in den nachbarschaftlichen Beziehungen auf. Wir sahen uns vor der Herausforderung, die Einzelteile der Hütte irgendwo zu deponieren, wo sie beim dereinst stattfindenden Aufbau des Wohnhauses voraussichtlich so wenig wie möglich im Wege sein würden. So wirklich riesig ist das Areal ja nicht. Und sie sollten auch nicht dort liegen, wo das Nebengebäude respektive der dafür erforderlichen Baugrube sich befinden würden. Allzu viel Spielraum ergab sich da nicht. Wir wählten die vermeintliche Grundstücksgrenze im Südosten, errichteten, wenn man so will, eine niedrige steinerne bzw. tönerne Hecke dort, wo sich unsere Nachbarn im Zuge unserer Flurbereinigungsmaßnahmen des ausklingenden Winters 2013/2014 so unvermittelt entblößt sahen, wo also anfangs eine lebendige Hecke stand:

DachOhneHütte

Das jedoch fanden sie höchst gefährlich, sahen ihre kleinen Vierbeiner durch umstürzende schwere Stapel bedroht, protestierten und drohten, sollte eintreffen, was sie kommen sahen, sei „aber was geboten“. Das wäre fraglos der Fall und durch das Haftungsrecht gedeckt, bedurfte allerdings keiner unfreundlichen Erwähnung wie im vorliegenden Fall. Sicherheitshalber prüfte ich die Standsicherheit unserer Stapel und fand die Anlage vertretbar, aber das blieb eine ungeteilte Meinung, und seither herrscht Funkstille.

Die Stapel stehen bis zum heutigen Tag dort, allerdings weiß ich seit der behördlichen Einmessung unserer geplanten Gebäude, dass sie nicht an der Grundstücksgrenze stehen, sondern noch zehn bis 15 cm davon entfernt, denn der nachbarliche Zaun steht um eben dieses Maß tief auf unserem Grundstück. Mir schien die Sache von Anfang an schmaler, als die amtlichen digitalen Zeichnungen unser Grundstück auswiesen. Das wird noch mal spannend, vor allem, wenn Klaus davon entfährt, denn ihn betrifft der Beschnitt in ähnlicher Weise, verlaufen doch sowohl Zaun als auch Grundstücksgrenze als gerade durchgehende Linie, d.h., fehlt uns etwas, dann auch ihm.

Zum Schluss sah das Nebengebäude dann so aus:

AbgerisseneHütte

Nun lautet der Titel dieses Beitrags „Tiefbau“, und der scheint mir doch noch nicht so recht durch die kleine Rampe neben der nunmehr ehemaligen Hütte gerechtfertigt. Ich will auch gleich einräumen, dass der Suffix „bau“ nicht zu seinem Recht kommt, denn von einer Baugenehmigung waren wir im Spätsommer 2016 noch unglaublich weit entfernt. Aber etwas konsequenter und unfassender soll es nun doch noch in die Tiefe gehen. Wir dachten ja, die nunmehr anstehenden Schachtungen seien Vorbereitung für zeitnahe weitere Schritte. Schlauer ist man immer erst hinterher.

Aber weil so viel Platz auf dem Grundstück war, rief ich bei HKL an, um mal wieder einen Radlader zu reservieren. Auch Schutt-Karl sollte nicht durch unser Nichtstun in geschäftliche Schwierigkeiten geraten; also arrangierte ich zudem gleich den Abtransport.

Die Sache wäre jetzt nicht weiterer Erwähnung wert gewesen, wenn ich mich zuvor nicht mit Clemens beraten hätte. Clemens hat so ziemlich alles, was man für Baumaßnahmen solcher Art braucht: Radlader, Bagger, später dann Hebebühne usw. Eine Baufirma hätte jetzt natürlich einen Bagger anrollen lassen. Ich habe aber weder eine Baufirma noch Kenntnisse im Gebrauch eines Baggers. Die Bewegungsfreiheitsgrade eines Greifers erscheinen mir doch um Einiges komplexer als die eines Radladers, und den brauchte ich sowieso, um den Aushub zum Container an der Straße zu schaffen. Das hätte mit einem Bagger mittlerer Größe unverhältnismäßig lange gedauert. Clemens riet dennoch von einem Radlader zum Ausheben einer Baugrube ab; er traute sich das nicht, ließ er mich wissen. Das flößte mir Respekt und Sorge ein, aber ich sah mich aufgrund meiner mangelhaften Fähigkeiten vor keine Wahl gestellt. Plan B wären dann Anrufe bei diversen Erdbaufirmen gewesen.

Für das Nebengebäude sah ich eine Grube der Größe 10×5 qm vor, so ungefähr jedenfalls, und zwar in der Sohle. Das erste Problem daran war, dass Baugruben üblicherweise mit einer Böschung von 45 bis 60 Grad aufgetan werden, damit nichts abrutscht. Das war auf der nordwestlichen, langen Seite auch nicht annähernd möglich, da dort nach 15 Zentimetern städtischer Grund beginnt. Nicht, dass die Stadt dort irgendwelche Aktivitäten verfolgte, aber das allein ist ja noch keine tragfähige Grundlage für auch nur vorübergehende eigenmächtige Aktivitäten. Also sah ich eine senkrechte „Rampe“ vor. Auf unserer Seite eigentlich auch, denn jeder nicht für den Keller genutzte Raum musste schließlich anschließend wieder verfüllt werden, und bisherige Grabungen machten mich optimistisch hinsichtlich der zu erwartenden Hangstabilität.

Das zweite Problem war, dass ein Radlader weder Sprünge macht noch besonders ausgeprägt in die Tiefe gehen kann. Er braucht immer einen Fahrweg, auf dem entlang er vorwärts oder rückwärts vor seiner Schaufel liegenden Aushub bewegen kann, also eine Rampe bis zur Sohle der Baugrube, und zwar eine, die nicht auf der Fläche des Nebengebäudes liegen würde, denn täte sie das doch, würde dies ja bedeuten, dass entlang der Rampe kein Sohlenniveau vorläge, sondern höheres. Ich wollte aber auch keine Rampe, die durch die Fläche des künftigen Wohnhauses verliefe, denn dies würde bedeuten, dass diese Rampe nicht einfach nur wieder zugeschüttet, sondern mit besonderer Sorgfalt wieder festgerüttelt werden müsste, am besten auf mehreren Ebenen, damit sich die Wiederauffüllung nicht später unter dem Haus setzt. Also musste ich die Rampe seitlich ansetzen.

Und so geschah es:

 

BaugrubeNebengebäude

BaugrubeNebengebäude2BaugrubeNebengebäude1

Man kann im Bild rechts erkennen, dass Clemens‘ Bedenken hinsichtlich der Eignung des Radladers nicht abwegig waren, obgleich in seiner Region der Boden so sandig ist, dass vielleicht sogar eine 45-Grad-Böschung noch zu steil ist. Hier war der Boden auch mal sandig, aber irgendeine Gewalt muss ihn bis zum Sandstein verfestigt haben, jedenfalls sind Schaufel und Spaten gänzlich ungeeignete Instrumente, dieser Schicht des „Erd“-Reichs Partikel abzutrotzen. Auch der Radlader musste quasi 3-Zentimeter-Scheiben abschürfen; sonst war keine Bewegung möglich; die Sache zog sich also hin. Aber da der Tag des Aushubs nicht der Tag des Abtransports war, konnte ich mir ohne Stress die erforderliche Zeit nehmen, und da die Radlader außerhalb des Transfers im Straßenverkehr sparsame Maschinen sind, bedeutete das vielleicht mehr kostenpflichtige Betriebsstunden, aber kein allzu schlechtes Gewissen an der Tankstelle.

Klaus mag bereits damals eine realistischere Vorstellung von der Bearbeitungsdauer des Bauantrags gehabt haben als ich, oder er sah schlicht und ergreifend die Risiken plastischer, z.B. in Gestalt smartphone-autistischer Wahrnehmungseinschränkungen insbesondere bei der Bewegung durch nicht vollständig gesichertes Gelände, jedenfalls riet er mir zu einer Einzäunung und spendierte dafür sogar noch einen Restbestand rot-weißen Signalbandes. Dank des wenig destruktiven Rückbaus fanden sich angespitzte Pflöcke und Dachlatten in unseren Beständen, und kurzerhand wurde ein Zaun improvisiert.

Das folgende Bild entstand erst Mitte Oktober, nach ersten nennenswerten Regenfällen. Dabei zeigte sich, dass die offengelegte Bodenschicht nicht nur ziemlich hart, sondern auch praktisch wasserundurchlässig war, was uns hinsichtlich später möglicherweise von unten eindringenden Grundwassers beruhigte.

BaugrubeNebengebäude

 

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Zimmerleute im Anmarsch


Gelegentlich wird noch vor Nachtfrösten gewarnt, und gänzlich ausschließen kann man sie wohl auch erst ab Ende Mai – zuvor drohen noch Schafskälte und Eisheilige, aber sie bleiben Ausnahmeerscheinungen und Optionen. Aber die Winterkälte ist vorbei, und wirklich ungemütlich wird es nun nur noch, wenn im Arbeitszeitfenster Niederschläge von mehr als 3 mm fallen. Das freilich ist eine subjektive Einschätzung. Man könnte auch Wohnzimmerbedingungen fordern, aber dann würden wir wohl nie fertig.

Die zehnte Reihe steht! Es ist die letzte! Das heißt nicht, dass wir den Betonrührer verschrotten können, was wohl nach spätestens einer weiteren Stunde Nutzungsdauer zwangsläufig der Fall sein wird, weil dann der Quirl durchgewetzt sein dürfte. Schließlich schabt der Stahl bei jeder Nutzung an scharfem Sand und kantigen, kleinen Steinen entlang, und scharf muss der Sand offenbar sein; sonst gäbe es in der Wüste keinen Sandmangel für die Zubereitung von Beton (die Körner von Wüstensand sind dagegen vom Wind rundgeschliffen und deshalb angeblich ungeeignet für die Zubereitung von Beton, zumindest wenn es ein Gebäude wie das Burj Khalifa werden soll). Schon jetzt weist er an einigen Stellen höchstens noch ein Viertel seiner ursprünglichen Stärke auf und rührt daher auch nicht mehr so effektiv.

Wofür er nun noch gebraucht wird, wenn die letzte Reihe bereits steht? Nun, ein paar Steine standen bis gestern früh noch lose, und die Mehrheit der Ankerschrauben (für die Nivellierung und Fixierung der oberirdischen Holzkonstruktion) war noch nicht einbetoniert. Außerdem waren die Nischen für die Aufnahme der Deckenbalken noch nicht komplett ausgekleidet. An die zehn Säcke Beton haben wir gestern sicherlich verarbeitet, und einen halben für die letzte Ecke werden wir wohl noch brauchen.

Aber dann!

Und wieso kann bereits vom Anmarsch der Zimmerleute die Rede sein?

Erstens sind die Deckenbalken und die später darauf ruhenden Baudielen bereits gekauft. Und zweitens befindet sich ein Teil von ihnen auch schon auf den Wänden, mindestens acht von ihnen auf Länge geschnitten. Denn die Auskleidung der Nischen macht sich nach meinem Eindruck leichter und sicherer, wenn man das, was sie später ausfüllen soll, „probehalber“ schon mal einbetoniert.

Als ich beim Hornbach dem beratenden Fachverkäufer – der wohl über praktische Erfahrungen als Maurer verfügt – von diesem Plan erzählte, hob er sparsam eine Augenbraue: Amateur!, sagte seine Miene. „Man betoniert Holz nicht ein!“, sprach er. „Weiß ich doch, Meister“, erwiderte ich, „darum gehe ich nachher in die Gartenabteilung und kaufe ein paar Quadratmeter Teichfolie, wasserdichtes PVC. Darin wickle ich die Balkenenden ein, erstens, damit sie weder aufquellen noch (dadurch) den aushärtenden Beton aufsprengen, und zweitens, damit etwas Maßtoleranz bleibt, denn der Balken kommt nach dem Aushärten des Betons erst mal wieder heraus.“ Da passt er dann, und ringsum ist noch ein Luftspalt, damit weitere anfallende Feuchtigkeit abziehen kann. So war der Plan, zumindest ein Teil davon. Der andere Teil sah vor, den Balken rechts an das geschlossene Ende eines der in der zehnten Reihe durchweg verwendeten Endschalsteine anzuschlagen und links durch eine Plastikscheibe gegen das offene Ende des nächsten Endschalsteins abzugrenzen, denn der Balken ist nur 16 cm hoch, die Steine jedoch 25, und sie sollen möglichst bis zur Oberkante mit Beton gefüllt werden (ohne dass die Balken von oben einbetoniert werden, denn dann bekäme man sie ja nicht wieder heraus), was hier vor allem deshalb wichtig ist, weil wenige Zentimeter neben dem Balken die Ankerschrauben einbetoniert werden, und da zählt mir jeder Zentimeter.

Alles klar so weit?

Natürlich nicht. Darum hier ein paar Aufnahmen:

Die Erläuterung dazu: Rechts des Balkens befindet sich das geschlossene Ende des Endschalsteins und links davon das offene Ende des nächsten. Man sieht das verpackte und verschnürte Ende des Balkens, außerdem dahinter eine Plastikscheibe und links davon noch eine, jedenfalls das oberste Ende davon, neben der Ankerschraube.

An dieser Anordnung sind mehrere Dinge falsch. Erstens befindet sich die zweite Scheibe direkt an der Schraube. Bliebe diese Position so bestehen, würde das Schraubgewinde nach dem Verguss seitlich heraussehen und vermutlich nach und nach verrosten. Auf jeden Fall hätte es nicht annähernd den Halt im Beton, den ein Rundumverguss bietet. Außerdem soll vor allem die zweite Scheibe direkt am Balken anliegen, was sie hier nicht tut. Täte sie es, wäre auch der Abstand zur Schraube in Ordnung. Zweitens soll die Oberkante der zweiten Scheibe mit der des Schalsteins abschließen, damit der Beton bis oben hin aufgefüllt werden kann; hier dagegen fehlen ein, zwei Zentimeter.

Die Sache kann aber gerichtet werden, denn es ist noch kein Beton eingefüllt. Richtig sieht es hier aus (hier eine Aufnahme von der gegenüberliegenden Seite, auf der die Angaben rechts und links zu vertauschen sind):

Allerdings sieht man die stirnseitige Scheibe hier nicht.

Wenn alles ordentlich gemacht ist, kann hinterher die neben dem Balken liegende Scheibe herausgezogen werden, idealerweise auch die hintere, aber bei der ist es a) nicht so wichtig, und b) hat’s bislang auch nur in Ausnahmefällen geklappt, weil sie zum Teil beidseitig im Beton eingeschlossen ist.

Wenn der Beton vergossen und ausgehärtet sowie der Balken wieder herausgenommen ist, sieht die Sache von oben so aus:

Hier gelang die Entfernung der rückseitigen Scheibe nicht. Dass dort überhaupt betoniert wird, verfolgt den Zweck, die Mauer durchgehend nach außen abzuschließen, sodass nichts eindringen kann, vor allem keine Nässe. Einen Schönheitspreis gibt’s für dieses Ergebnis zwar nicht, aber das sieht ja später auch niemand, wenn der Balken ausgewickelt wieder an Ort und Stelle liegt.

Und warum tut er das noch nicht wieder?

Erstens fehlte die Zeit, zweitens soll das Balkenende noch geteert (oder einer damit vergleichbaren Behandlung unterzogen) werden; das haben wir gerade erst beschlossen, und dazu muss ich Bitumen oder eben eine andere geeignete Substanz beschaffen. (Dabei fällt mir gerade ein: Ab einem gewissen Feuchtegehalt wird Holz attraktiv für Holzwürmer. Wir sollten ein solches Szenario in Betracht ziehen und uns kundig machen, in welcher Form, also mit welchem Mittel, wir einem Wurmbefall vorbeugen können, ohne dass die Bude gleich zu einem Haufen Sondermüll wird.) Und zweitens sollen die Balken alle in einer Ebene liegen. Ob die Fußpunkte der Nischen das ebenfalls tun, ist ungewiss. Deshalb sollen sie auf einer hoffentlich max. 1 cm dicken Splittschicht aufliegen, die etwaige Höhenunterschiede ausgleichen soll und zugleich eine dünne Luftschicht unter dem Balken gewährleistet, wodurch Feuchtigkeit, die ja aus Beton noch nach längerer Zeit austritt, sich nicht am Holz staut.

Hier noch eine Abbildung einer Ankerschraube an Ort und Stelle vor dem Betonieren:

Ich habe mit der Flex 50-cm-Stücke aus einer 14-mm-Gewindestange geschnitten, und am unteren Ende des Gewindes befinden sich eine Mutter und eine Unterlegscheibe. Die sollen den Halt im Beton verbessern. Ob das noch was bringt, oder ob die insgesamt 44 Ankerschrauben nicht ohnehin schon eine tornadofeste Verankerung bieten, kann ich nicht beurteilen. Aber so teuer sind diese Kleinteile nun auch wieder nicht.

Links sieht man die zweite der oben erwähnten Plastikscheiben, die seitlich an den Balken angrenzt, hinten die erste. Die Ankerschraube steckt oben in einem Holzbrett, in das ich mit einem 16-mm-Holzbohrer an den jeweiligen Stellen Löcher gebohrt habe. Das Brett soll die Schrauben während des Betonierens einigermaßen fixieren. Zunächst haben wir ehemalige Dielen aus der früheren Hütte verwendet, aber die sind unnötig breit; da tut man sich schwer, von oben noch Beton einzufüllen. Inzwischen sind wir dafür auf die deutlich schmaleren und längeren alten Dachlatten umgestiegen.

Doch eigentlich habe ich einen unangebrachten Sprung gemacht vom letzten Fortschrittsbericht gleich zu den Ankerschrauben und dem Zimmermannsbezug. Die letzte Tageslichtaufnahme zeigte sieben Reihen, die Nachtaufnahme acht, und bei beiden Fotos klaffte auf der Südostseite noch eine dreieckige Lücke bis hinunter zur dritten Reihe, durch die wir Trockenbeton und Schalsteine in die Baugrube schafften. Das ist nun alles Geschichte. Im Februar war es wohl, dass wir mal durchzählten, wie viel Material wir wohl noch von beiden Sorten brauchen würden; Wasser ist ja nach wie vor in Mengen vorhanden, angesichts derer man gar nicht glauben mag, dass Mittelfranken die gleichen durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmengen wie Nord-Marokko aufweist, jedenfalls sind es im Mittel in Fürth signifikant geringere als in Tanger.

Und weil wir noch so viel Wasser in der Grube haben und die Arbeitstage dort folglich stets in gefütterten Gummistiefeln verbringen, muss man sich natürlich etwas für die sichere Lagerung von Trockenbeton einfallen lassen. Das erfordert keine große Kreativität: Man legt ein paar der Betonschalsteine ins Karree, 2×5, sodass eine Holzpalette darauf passt, und auf diese Palette stapelt man den Beton. Der muss dann natürlich noch separat abgedeckt werden, zum Schutz gegen Regen.

Alles prima, oder? Und folglich sah das am 8. März dann so aus:

Wo steckt der Denkfehler?

Wir kamen jedenfalls erst drauf, als uns die Steine für den Schluss der Lücke rechts im Bild ausgingen. Die lagen nämlich unter der Palette, und die war noch längst nicht frei, denn darauf lagen ja noch jede Menge Betonsäcke für die zehnte Reihe.

Allerdings war das keine Katastrophe. Mittlerweile jongliere ich mit 25-kg-Schalsteinen wie Oberkellner mit Tellern voller Gerichte. Das ist vielleicht nicht ganz präzise dieselbe Gewichtsklasse, aber dafür bin ich feinmotorisch nicht so herausgefordert wie das gastronomische Personal. Außerdem sieht man rechts oben ganz hinten im Bild zwei liegende Schalsteine; diese dienen als Unterstützung für zwei Baudielen (damit sie bei Betritt mit Last nicht so durchhängen), die bis zur nordöstlichen Mauer verlegt wurden, um darüber Steine und Säcke heranzuschaffen; das ist mittlerweile ein Zugang, der der Sackkarre auf der vermodderten Rampe an Komfort und Zeitaufwand deutlich überlegen ist. Man muss das Zeug dann über eine unserer schwimmenden Arbeitsplattformen nach unten schaffen, und wenn man die ein bisschen terrassiert, geht das sehr schön. Allerdings muss man dafür mittlerweile die Stapelhöhe 4 beherrschen, also sorgfältig auf Überhänge achten, denn die Fallhöhe ist mittlerweile beachtlich.

Auf dem Foto kann man mit etwas Phantasie auch erkennen, dass sich um die südliche Ecke noch ein ausgedehntes Eisfeld erstreckt. Dieses Eis bekam von der Vorfrühlingssonne nichts ab und brauchte daher ein paar Tage länger als das in der Nordecke, um restlos abzuschmelzen. Die Tatsache, dass kalte Luft schwerer ist als warme, trug das Ihre zum lang anhaltenden Bestand des Eises bei. Weil wir wegen des Frosts die Tonnen sicherheitshalber ausgeleert hatten und nun auch ein beträchtlicher Teil des Wassers im Eis gebunden war, wurde das Anrühren des Betons zweifach erschwert: erstens durch die Wasserbeschaffung – wir mussten sozusagen in kleinen Portionen schöpfen – und zweitens dadurch, dass ich den Bottich, in dem ich den Beton anrührte, nun mit den Beinen fixieren musste, denn auf dem glatten Untergrund rotierte er gerne und leicht mit.

Am nächsten Tag hatte ich einen ausgewachsenen Muskelkater in einer anscheinend sonst nicht so herausgeforderten Muskelpartie. Da wäre ein wenig Pilates im Vorfeld vielleicht von Vorteil gewesen.

Vorsorglich befüllten wir unsere Fässer mit Eis. Der Plan war zwar gut, und er diente nicht nur der Vorratshaltung, sondern auch der „Zuwegung“ für unsere „Montageinseln“, aber da der Frost zwischenzeitlich zurückkehrte, mussten wir das Schmelzwasser zu einem großen Teil wieder ausschütten.

Zum Abschluss noch ein Foto, das die Detailaufnahmen von oben in einen Gesamtzusammenhang rücken soll.

Das ist nicht der allerletzte Stand, unterscheidet sich davon aber nur in schwer erkennbaren Details. Ich schätze, wir brauchen noch einen halben Sack Trockenbeton, und dann sehen wir Beton möglicherweise erst wieder bei der Bodenplatte für das Wohnhaus.

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Ideen, Pläne, ein Dilettant, eine Behörde und ein Architekt


Es wird höchste Zeit für einen neuen Status. Fast zwei Wochen ist es her, dass die Nachtfröste aufgehört haben – und die nächsten stehen schon wieder vor der Tür. Über einen Monat ist der letzte Bericht her. So löst man weder den Stau all der Dinge aus der Vergangenheit auf, die zu erwähnen mir sachlich oder zumindest der Vollständigkeit halber sinnvoll erscheinen, noch verhindert man damit neue Staus.

Die zeitliche Reihenfolge bekomme ich wahrscheinlich nicht mehr in jedem Detail korrekt rekonstruiert. Aber das ist auch nicht kritisch. Tatsache ist, dass die ersten Bauideen sehr lange zurückliegen, und der erste Kontakt zu dem Architekten, der letztlich seine Unterschrift für die Vorlage bei den Genehmigungsbehörden gab (und nicht nur das, denn anders als von mir vorgesehen, war es letztlich doch erforderlich, dass sein Büro die eine oder andere Vorarbeit für die Vorlage erbrachte), kam ebenfalls vor bereits ca. zehn Jahren zustande. Diesen Architekten nenne ich hier mal Daniel. Wir sind nicht per Du, aber die Beschränkung auf den Vornamen scheint mir eine hinreichende Anonymisierung, denn er hat mich nicht autorisiert, ihn hier zu nennen. Zwar möchte man vermuten, dass Gewerbetreibende gar nicht genug Publicity haben können, aber erstens befinden wir uns in einer Bauboom-Phase, in der Planer und Architekten eher weniger über Arbeitsmangel zu klagen haben, und zweitens ist er nicht in der Region sesshaft, und er hat mich wissen lassen, dass ihm diese Erfahrung, weit weg zu planen, ausreicht. (Die Betonung habe ich auf diese gelegt, weil ich weiß, dass er den Weg zu Aufträgen in anderen Bundesländer nicht scheut. Die Zusammenarbeit mit noch unvertrauten Kommunen ist wahrscheinlich nicht immer einfach, aber wenn dann auch noch ein mittun wollender Amateur ins Spiel kommt, dann erzeugt das ziemlich sicher Reibungswärme im zeitlich engen Korsett aller laufenden Verpflichtungen.)

Vor Jahren warb mal ein Geldinstitut mit dem Spruch „Es liegt in der Natur des Menschen, ein Haus zu bauen, Miete zahlen nicht.“ Zur Beglaubigung dieses Slogans wurden überwiegend Vertreter von Naturvölkern gezeigt, wie sie bei unwirtlichem Wetter die heimische …, nun ja…, Immobilie erreichten und dann eben daheim waren. My home is my castle. Das war insofern bemerkenswert, als jene für die Aufnahme von Hypotheken werbende Bank solche Hütten sicherlich nicht als Darlehenssicherheit akzeptiert hätte. Und die Naturmenschen wären nie davon ausgegangen, so etwas wie einen Kredit zum Bau ihres Heims zu benötigen.

Dennoch ging ich Naturmensch davon aus, alle Unterlagen selbst erstellen zu können. Der Irrtum bestand nicht so sehr darin, meine ingenieurtechnischen Talente diesbezüglich zu überschätzen, als vielmehr darin zu glauben oder eher unterbewusst vorauszusetzen, dass eine kommunale Baubehörde nebenher noch ein Schulungszentrum für angehende Do-it-yourself-Planer betreibe oder doch wenigstens aussagekräftige Anleitungen für Anfänger aushändige.

Wie man sich irren kann.

Dabei muss ich der Stadt Fürth doch trotz des Verdrusses, den mir die 15-monatige Bearbeitungszeit meines Bauantrags letztlich bereitete, ohne Vorbehalte attestieren, womit ich zunächst vorurteilsbeladen nicht gerechnet hatte: Dass dort viele Bürotüren zu den Fluren offen stehen, dass im Grunde jeder, auch (noch) nicht ortsansässige Bürger, herumlaufen kann, und dass er, wenn er nur langsam genug an einer solchen offenen Tür vorbeigeht, ein nicht unfreundliches „Kann ich Ihnen helfen?“ zu- oder hinterhergerufen bekommt und dass das auch so gemeint ist, wenn man Hilfe gebrauchen kann und sie dann in Anspruch nimmt.

Aber es ist eben eine Sache, die Vorstellungen einer Planannahmestelle mündlich vorgetragen zu bekommen, und eine andere, diesen Vortrag dann daheim genau in dem Sinne in eine Planungsunterlage umzusetzen, die den Vorstellungen des Vortragenden oder gar eines anderen Mitarbeiters derselben Behörde kritikfrei entspricht.

Der Architekt und die Stadt hatten jeweils ihre Vorstellungen, was für die Vorlage eines Bauantrags erforderlich sei. Von der Stadt kam erstens die Forderung nach einem Entwässerungsplan, wozu eine Kanalauskunft erforderlich war, also eine Information darüber, wo und in welcher Tiefe welche städtischen Abwassersysteme verlaufen. Je nach Kommune wird hier zwischen einem Regenwasserkanal und dem Kanal für alle übrigen Abwässer unterschieden – oder eben nicht. Diese Unterscheidung wird immer wichtiger, weil die Häufigkeit von Starkregenereignissen zunimmt, und diese Ereignisse führen dort, wo erhebliche außerplanmäßige Regenwassermengen von einer Kanalisation „für alles“ nicht bewältigt werden können, in niedrig liegenden Duschen und Badewannen sowie an Gullys zu Vorgängen, die an die Ausbringung von Gülle in der Landwirtschaft erinnern. Das ist weder ästhetisch noch hygienisch besonders wünschenswert, und deshalb hat die Stadt Fürth beschlossen, dass Regenwasser überhaupt nicht mehr in die Kanalisation kommen darf, jedenfalls nicht von neu erschlossenen Grundstücken. Das ist sinnvoll, wenn man sich gleichzeitig gegenüber dem Bau von Regenwasserzisternen aufgeschlossen zeigt, was früher keineswegs der Fall war. Jetzt aber ist so was kein Problem mehr. Es erzeugt halt nur Aufwand, aber dass das jetzt so gemacht wird, ist für mich nachvollziehbar.

Es ist erstaunlich, was an so einem Entwässerungsplan alles dran hängt. Man könnte die Frage stellen, wozu eine Behörde wissen will, wo in einem privaten Wohngebäude und auf dem zugehörigen Grundstück Abwasserleitungen verlaufen. Ich will mal vermuten, dass da ein gewisser Paternalismus vorliegt, der Bauherren vor allzu wurstigen Installateuren bewahren will. Wenn deren Drauflos-Montage erst mal verbuddelt ist, wird es aufwändig mit der Ursachenforschung allfälliger Probleme. Und viele Probleme lassen sich – außer bei Vorsatz – vermeiden, wenn es eine Zeichnung gibt, auf der klare Zahlen über die Art und Weise der Installation keinen Zweifel lassen.

(Gegen diese These lässt sich einwenden, dass es dann Pläne für alles Unterirdische geben müsste, also Trinkwasser, Stromanschluss, ggf. Gasanschluss. Pläne dafür wurden jedoch nicht verlangt.)

Manch einer könnte auch die Frage nach dem Sinn von Entlüftungsleitungen stellen. Ich zum Beispiel wollte wissen, warum diese Rohrleitungen kaminartig von unten nach oben das Haus durchlaufen und es im Winter daher nebenher kühlen. Als ich den Entwurf folglich so gestaltete, dass die Leitungen das Dach nicht durchstoßen, sondern vielmehr im Dach abknicken und unterhalb der Dachrinne herauskommen, um auf diese Weise einen Syphon, also eine Barriere, für die aufsteigende Warmluft zu schaffen, meinte der aufgeschlossene Sachbearbeiter nur: „Na, wenn Sie einen Handwerker finden, der Ihnen das so macht…“ Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Im Hinblick auf die oben erwähnten Starkregenereignisse ist aber dennoch zu berücksichtigen, wo die so genannte Rückstauebene (RE) liegt, also die Höhe, bis zu der in einem Gebäude Kanalinhalte aufsteigen können, bevor sie aus dem nächstgelegenen Gully austreten, sollte der Kanal doch einmal überquellen. Es ist ja nicht so, dass nun gleich nirgends mehr Regenwasser zufließt, nur weil seit einiger Zeit nicht mehr zusätzliche Grundstücke einleiten dürfen. Dafür ist eine Hebeanlage vorzusehen, wenn irgendwelche Abflüsse im Haus unterhalb dieser Ebene liegen, insbesondere etwa Sanitäreinrichtungen in Kellern. Wir haben keinen Keller, und unsere Bodenplatteoberkante liegt einige wenige Zentimeter oberhalb von RE; also sind wir fein raus. Hoffen wir zumindest, s.o.

Interessant wird so eine Sache auch dann, wenn die Regenwasserzisterne nicht nur zur Bewässerung des Gartens verwendet wird, sondern auch z.B. für WC-Spülungen. Dann gerät das Regenwasser nämlich z.T. doch in die Kanalisation, und weil die Abwassergebühren über den Frischwasserzähler ermittelt werden und dieses Wasser ja nicht über den amtlichen Wasserzähler erfasst wird, braucht es dann einen zusätzlichen Zähler. Was zunächst logisch klingt und in Zeiten von zunehmenden Dürrekatastrophen weltweit und demgegenüber verschwenderisch anmutenden Wasserverbrauchs in unseren Breiten auf den ersten Blick auch plausibel erscheint, ist jedoch bei Lichte betrachtet Quatsch: Deutschland kann nicht für die Sahel-Zone Wasser sparen. Wir haben unseren Niederschlag, und die dort habe ihren – oder auch keinen. Ein Ausgleich findet nicht statt. Dennoch sind die Deutschen in ihren privaten Haushalten in den letzten Jahrzehnten immer sparsamer mit Wasser geworden, was z.T. dazu geführt hat, dass die Feststoffanteile in der Kanalisation nicht mehr hinreichend weggeschwemmt werden und dann hier und da und von Zeit zu Zeit die Feuerwehr anrücken muss, um – mit reichlich kommunalem Frischwasser – die Kanäle wieder freizuspritzen. In ca. 100 Tarifgebieten, gut die Hälfte davon in Bayern, gibt es daher eine Flatrate für den Trinkwasserverbrauch, wodurch der Bedarf an Wasserzählern, an Ablesern derselben und an Wassersparsamkeit entfällt. Die Wikipedia gibt übrigens Orientierungshilfe für mögliche sinnvolle deutsche Wassersparsamkeit dort, wo Wasser knapp ist, nämlich über den Wasseraufwand zur Produktion von Importgütern. Allerdings muss man dafür wissen, woher diese Güter kommen. Vor allem muss man es wissen wollen.

Zur Entwässerung ist noch eine kleine Anekdote anzumerken. Bevor das Grundstück geteilt wurde, hatte es ja bereits einen Kanalanschluss. Diese Teilung machte das an der Straße liegende Grundstück nicht nur deutlich kürzer, sondern auch schmaler, nämlich um die Breite unserer Zufahrt. Pragmatiker würden nun sagen: Direkt neben dieser Zufahrt befindet sich ein asphaltierter Weg, der anlässlich städtischer Bereinigungsaktivitäten auch von mehreren Tonnen schweren Transportern befahren wird. Warum benutzt ihr den nicht als Zufahrt? So dachte auch der Nachbar und wollte uns einen Grundstückstausch schmackhaft machen: die Zufahrt gegen mehr Grundstückstiefe und eine Grunddienstbarkeit für alles, was uns mit der Straße verbinden würde (Strom, Wasser, Gas, Abwasser und so), ja sogar eine gemeinsame Nutzung seines vorhandenen Kanalanschlusses. Dem Plan hätte ich sehr gern zugestimmt; allein die Einsparung des Kanalanschlusses wäre viel Geld wert gewesen. Aber im Technischen Rathaus fand man nur wenig schmeichelhafte Worte für das Ansinnen des Kollegen. Ergänzt wurden sie um den Hinweis darauf, dass es sich bei besagtem Weg um einen Fuß- und Radweg handele (was uns als Nicht-Kfz-Halter ausgereicht hätte, aber die Kommunen gehen unisono davon aus, dass sich das ja jederzeit ändern könne) und dass im Falle einer solchen Ausnahme plötzlich Hunderte Grundstückseigentümer „aus den Löchern gekrochen“ (meine Formulierung) kämen, die eine vergleichbare Konstallation vorliegen hätten. Folglich wurde die Idee vollumfänglich begraben.

Also erstens der Entwässerungsplan. Zweitens ein Brandschutznachweis. Holzhaus – ganz heikel. Hört man immer wieder, denkt man immer wieder. Klar ist: Brennt eine solche Hütte ab, dann bleibt ein relativ flacher Haufen zurück. Heraus ragen nur noch der Tresor (sofern vorhanden), größere Wasserkessel, eventuell ein Kachelofen aus dem Erdgeschoss. Beim Brand im Londoner Greenfell-Tower dagegen war zwar hinterher auch nichts mehr zu gebrauchen – im Gegenteil: die Abrisskosten dürften erheblich sein, denn eine Renovierung ist wegen der brandbedingten Veränderung auch der nicht brennbaren statischen Materialien Beton und Baustahl ausgeschlossen –, aber man konnte sich immerhin ansehen, was man verloren hatte. Auch ein vorstellbarer Wert.

Klar ist ebenso: Wenn das Gebäude nicht gerade eine Polystyrol-Fassade hat oder Brandstiftung vorliegt, beginnt jeder Hausbrand im Inneren des Hauses. Und dafür gibt es in nahezu jedem Gebäudetyp genügend Brandlast. Folglich ist zu klären: Wie kommen die Bewohner im Brandfall aus der Hütte, ohne sich in den Tod zu stürzen, wie wird die Wahrscheinlichkeit dafür minimiert, dass das brennende Haus weitere Häuser in der Nachbarschaft in Brand setzt, und wie schließlich werden systematische Brände im Inneren des Hauses (Heizung mit Holz- oder fossilen Brennstoffen) als mögliche Brandquellen weitgehend ausgeschlossen?

Die Sache haben wir uns relativ einfach gemacht: Ein frei stehendes Einfamilienhaus nach Gebäudeklasse 1 ohne Brandheizung/Feuerstelle kann eigentlich nur durch den Weihnachtsbaum, die Zigarette im Bett oder unsachgemäße Ablagerungen auf Küchenherden in Brand geraten, alles Ursachen, die man nicht sicher ausschließen kann (was sinngemäß auch für alle hier nicht genannten gilt). Dafür gibt’s den Brandmelder an der Decke oder in fortgeschrittenen Immobilien den Sprinkler. Merke jedoch: Wasserschäden in Gebäuden sind häufig höher als Brandschäden, es sei denn, es brennt so lange, dass die Statik im Eimer ist.

Diesen Nachweis habe ich nach einer Vorlage vom Architekten selbst hingekriegt.

Drittens: Energieausweis. Heißes Thema seit wie vielen Jahren? Vor einigen Jahren verkaufte ein Onkel in einer extrem strukturschwachen Region Deutschlands eine alte, nicht renovierte Doppelhaushälfte mit markantem Riss in der Fassade. Er benötigte dazu einen Energieausweis, der seinen Verkaufsnettoerlös signifikant schmälerte.

Energieverluste? Für einen alten Elektrotechniker kein Problem. Schließlich sind Wärmeflüsse durch Baumaterialien auch nichts anderes als Stromflüsse durch mehr oder weniger widerständige Leiter. Im Prinzip, d.h., wenn qualitativ hochwertig gearbeitet wird und Fugen dicht sind, denn sind sie es nicht, dann kann dadurch mehr Wärme entweichen als durch eine mittelmäßige Dämmung. Wir folgern: Die Geschichte wird durch die drei Komponenten der Wärmeübertragung etwas komplexer, als wenn sich der E-Techniker ein paar Widerstände auf die Platine lötet. Insbesondere das Pendant zur Spannung, nämlich die angestrebte Innentemperatur gegenüber der jahreszeitlich und geografisch spezifischen Außentemperatur übers ganze Jahr, macht die Sache spannend, denn wer hat schon mehrjährige Statistiken für seine ganz eigene Baugrube vorliegen?

Man schlägt sich dann mit Taggradzahlen herum (das sind die über die Monate bzw. übers Jahr aufsummierten Produkte aus Stunden und Temperaturdifferenz zwischen innen und außen, wobei die sommerliche Vorzeichenumkehr der Temperatur natürlich nicht mindernd wirkt, da die vergangene sommerliche Hitze bei aktueller winterlicher Kälte keine Bedeutung mehr hat, also nicht mehr „nachwärmt“), und mit etwas Recherche gelangt man im Internet auch an Zahlen, die nicht gleich Geld kosten. Das wahre Voodoo findet jedoch mit dem Gegenrechnen von Energiequellen statt. Die mögen an sich zum Teil auch ihre Berechtigung haben, aber wenn mir jemand damit kommt, dass große Fenster doch auch deutliche Wärmegewinne bedeuten, dann denke ich an Dunkelflauten bei lang anhaltenden winterlichen Inversionslagen und an heiße Sommertage und frage: Wie bitte?! Letztlich bin ich zur Überzeugung gelangt, dass viele Glaspaläste heutzutage nur aus einem einzigen Grund genehmigungsfähig sind: Weil der Energieausweis von den Kommunen nicht verlangt wird! Jedenfalls wurde er von mir nicht verlangt, und dann wird das wohl auch für alle anderen Einfamilienhäuser so sein. Da ist mir doch erst mal der Mund offen stehen geblieben. Also nicht, dass ich Einfamilienhäuser für die größten Energieverschwender hielte. Deutlich schlimmer ist es wirklich im gewerblichen Bereich, wo z.B. Autohäuser praktisch nur aus Glas bestehen, aber Einfamilienhäuser sind nun auch nicht gerade das Ökobiotop unter den privaten Immobilien. Schließlich ist deren Oberflächen-Volumen-Verhältnis schlechter als das jedes anderen Wohngebäudes, denn wo zwei Nachbarn eine gemeinsame Wand haben, da halten sie einander warm, und die Verluste des einen sind die Gewinne des anderen.

Ich habe dann nicht weiter nachgefragt, denn ich hatte meinen Energieausweis noch nicht angemeldet – das muss er wohl sein, um gegenüber der Kommune den Anstrich einer sozusagen zertifizierten Glaubhaftigkeit zu besitzen.

Sollte ich den Wisch irgendwann mal brauchen, kann ich ihn jedenfalls aus der Tasche ziehen. Ja, und anmelden noch.

Viertens: Der Standsicherheitsnachweis vulgo Statik. Den bzw. die wollte der Architekt haben. Und ich fand nichts dabei. Klar braucht man eine Statik. Daniel hatte auch gleich einen Ingenieur bei der Hand, der so etwas für ca. 1500 Euro errechnen würde. Man möchte es ja nicht glauben, wie viel Papier man bei einem so übersichtlichen Gebäude für die Statik produzieren kann – und offensichtlich auch muss, um potenzielle Prüfer von einer Prüfung abzuschrecken. Ein dicker Leitz-Ordner wurde jedenfalls voll.

Und dann wollte die Stadt Fürth die Statik gar nicht! Wie denn? Kann ich auch eine Origami-Faltung machen?

Ich komme noch darauf zurück.

Lange zurück liegt mein Besuch bei der infra Fürth, also bei der Stelle, die Fürth mit Frischwasser, Strom und Gas versorgt, die Kanalisation betreibt und die Buslinien. Und wahrscheinlich machen sie noch mehr. Ich erkundigte mich nach Strom und Wasser. Strom schien mir wegen des Baustrombedarfs vorrangig. Die Dame, die sich Zeit für mich nahm, nahm mir im Gegenzug erst mal den Atem mit ihrem Kosten- und Leistungsgerüst. Es handelte sich dabei nicht um eine belastbare Schätzung, aber um mal die Eckdaten zu zitieren: Sie habe bei der elektrischen Erschließung ihres Hauses 25.000 DM abdrücken müssen, und unser geplantes Haus sei zu weit von der Straße entfernt, um den Zähler im Haus installieren zu können, weshalb dieser in einem Schacht in der Zufahrt versenkt werden müsste.

Nun weiß ich nicht, wie weit abseits irgendwelcher Straßen sie seinerzeit gebaut hat. Man muss wohl ungefähr so rechnen: Ein Planer brütet die genaue Anschlussposition aus, ein Bagger rückt an, reißt die Straße auf und buddelt sicherlich zwei Mann stark einen Tag lang. Dann ist ein Elektriker vermutlich einen Tag lang mit dem Anschluss an der Straße auf der einen Seite und am Zähler und der Hauptsicherung auf der anderen beschäftigt. Ich überlege gerade, ob die ganze Straße dafür für eine Stunde im Dunkeln sitzen wird, oder ob man inzwischen Techniken hat, mit deren Hilfe der Installateur ungefährdet an 400 Volt „herumfummeln“ kann und am Ende trotzdem ein dauerhaft solider Anschluss vorliegt. Dann werden Signalplastikstreifen verlegt, damit Baggerfahrer künftiger Projekte nicht allzu wahrscheinlich die neuen Leitungen kappen, alles wieder zugeschüttet, festgerüttelt, die Straße an den betreffenden Stellen neu asphaltiert, erff. Bordsteinkanten neu verlegt. Möglicherweise müssen Absperrungen gesetzt und wieder aufgehoben werden. Die infra muss ihre Unterlagen aktualisieren, der Zählerschrank kostet Materialwert, die Kupferkabel natürlich auch. Ich komme da nicht auf 12.800 Euro, schon gar nicht mit Inflationsausgleich, aber weit unterhalb der Fünfstelligkeit würde auch ich nicht schätzen.

Die Kupferkabel dürften der Grund dafür sein, zumindest einer, wieso der Versorger den Zähler nicht im Haus stehen haben möchte: Der Stromlieferant garantiert Spannung und Frequenz am Zähler und das auch dann, wenn ich gerade meine Tesla-Flotte auflade. Die modernen Hausanschlüsse sind mit 63 Ampere abgesichert. Das ist eine ganze Menge Schrot. Wenn ich da „volle Pulle“ ziehe und aus den 400 Volt nicht 399 werden sollen, dann braucht das einen ordentlichen Leitungsquerschnitt. Ich habe was von 16 qmm gelesen, aber das sind wahrscheinlich hausinterne Werte, wo Spannungsabfälle sekundär sind und den verantwortlichen Installateur nur die aus zu hoher Abwärme resultierende Brandgefahr interessiert (wobei natürlich das Eine direkt mit dem Anderen zu tun hat). Gehen wir vorsichtshalber mal hoch auf 25 qmm, dann werden dafür pro Meter 3-fach-Kabel noch keine 10 Euro aufgerufen. Das wären bei 40 Meter Zufahrt also 400 Euro; ein Schacht dürfte all inclusive teurer sein.

Ich will nicht behaupten, dass sich das Drama für den Frischwasseranschluss glatt verdoppeln würde, aber man hört immer mal wieder, dass für jedes Medium separat gebaggert wird, weil die Dienstleister sich untereinander nicht absprechen, denn täten sie das, wäre die Frage der Verantwortlichkeit im Falle von Schwierigkeiten nicht mehr so einfach zu beantworten. Wenn dagegen alle Medien aus einer Hand kommen…

Man liest, der Trinkwasseranschluss sei Pflicht. Egal, wir werden uns ohnehin keinen Brunnen graben; wer weiß, was wir dabei zutage fördern würden. Anders sieht die Sache beim Stromanschluss aus; der wird im verlinkten Artikel nicht erwähnt, und das wäre uns auch nicht egal.

Bezüglich dieser Medienanschlüsse gab es keine Forderungen von der Stadt, allerdings schickte mir Daniels Mitarbeiterin Zeichnungen, wie er sie bei seinen aus der Region stammenden Aufträgen vorzulegen pflegt, und dort waren durchaus Medien eingetragen. Das hat mich unnötigerweise einige Nerven gekostet, denn das Rathaus mischt sich diesbezüglich nicht in die Belange der infra ein, mit Ausnahme, wie gesagt, des Abwassers. Wahrscheinlich will man damit auch verhindern, dass die Leute private Sickergruben bauen. Wenn man Aushubarbeiten macht und sieht, was Menschen auf ihrem eigenen Grundstück vergraben, dann will man gar nicht wissen, was sie dort versickern ließen, wenn man es ihnen erlaubte. Die Wasserwerke möchten mit der Aufbereitung von Grundwasser für die Einspeisung ins Trinkwassernetz sicherlich möglichst wenig Aufwand haben.

Für richtig viel Nervosität bei Daniel sorgte seine Erkenntnis, dass ich außerhalb des Baufensters des Bebauungsplans bauen wollte. Das war mir beim Kauf auch nicht bekannt gewesen, aber bei irgendeinem Behördenbesuch erfuhr ich es dann beiläufig. Mir wurde bedeutet, dass dies den Vorgang nicht einfacher mache; ich glaube aber, dass er nicht dadurch kompliziert wurde, sondern durch den verhältnismäßig geringen Abstand zu den Fernbahngleisen und die damit einher gehenden Spitzenwerte bei der Lärmimmission. Es gibt nämlich in derselben Straße Gebäude, die ziemlich sicher in besagtem Baufenster liegen und noch näher an der Bahn stehen als unser künftiges Haus.

Ich hatte diese Tatsache nicht für erwähnenswert gehalten. Aber irgendwie und irgendwann erfuhr es dann auch Daniel. Seine Nervosität schlug sich in einem gewissen Aktionismus nieder. Ein juristisches Gutachten sollte erstellt werden, round about 3000 Euro für ein Papier, das nach meiner Auffassung nicht mehr auflisten kann als die Risiken und Chancen eines Bauantrags in der gegebenen Konstellation, jedenfalls keine Genehmigung erzwingen kann. Und noch vor einer Antragstellung mit einem Anwalt im Bauamt vorstellig werden – ich stellte mir vor, dass die Behördenmitarbeiter daraufhin meine besten Freunde werden würden.

Aber so einfach lässt sich ein Architekt natürlich besonders von einem Amateur nicht den Schneid abkaufen bzw. das Gemüt beruhigen. Wir vereinbarten also ein Gespräch. Und da brachte ich es doch tatsächlich fertig, genau eine Woche vor dem vereinbarten Termin quer durch Deutschland… – na gut, nicht quer, aber doch Hunderte von Kilometern – zu fahren und dort anzuklopfen. Irrtümlich, wohlgemerkt. Ich muss es Daniel sehr positiv anrechnen, dass er erstens eine Stunde freischaufelte, also andere Termine sehr kurzfristig verschob, und zweitens die Sache mit den teuren Fachanwalt cancelte. Das erschien ihm dann wohl auch nicht mehr so zielführend. Stattdessen sollte ich beim Bauamtsleiter diverse Bestätigungen mit Unterschrift einholen, von denen ich mir schon im Vorfeld eines Besuchs im Technischen Rathaus dachte, dass der mir die nicht geben würde, weil es dafür ja das Genehmigungsverfahren gibt. Und genauso beschied mich der Mann.

Also: Außer Spesen und vertrödelter Zeit nichts gewesen.

Viel Freude hatte ich auch mit den so genannten Abstandsflächen. Ich will das hier nicht in nachvollziehbarer epischer Breite ausführen, aber so viel sei doch gesagt: Man darf Häuser nicht beliebig dicht nebeneinander bauen. Also, man darf zwar schon, aber dann sind es halt Doppelhaushälften oder Reihen- oder Kettenhäuser, und die haben in Richtung der angrenzenden Häuser aus nahe liegenden Gründen keine Fenster. Fenster oder nicht Fenster – das macht für die Mindestabstände zur Grundstücksgrenze schon mal einen Unterschied. Wir haben aber ringsum Fenster, also kommt eine solche Vergünstigung nicht in Frage.

Je nach Dachform und Traufhöhe – wo die nach oben verlängert gedachten Außenwände die Außenhaut des Dachs durchstoßen – ergibt sich aus dieser Höhe der Mindestabstand zur Grundstücksgrenze, wobei er auf zwei der vier Seiten halbiert werden kann, jedoch nicht unter 3 m fallen darf. Wir haben ja nun einen ziemlich schmalen Streifen als Grundstück; da wird das schnell eng. Nach Rücksprache mit einem Mitarbeiter des Bauamts gedachte ich deshalb, den Rad- und Fußweg hälftig zu belasten, um den Nachbarn auf der anderen Seite nicht zu sehr auf die Pelle zu rücken. Dieser Weg ist ein nicht bebaubarer öffentlicher Weg, der folglich seinen Beitrag zum Abstand zwischen unserem Haus und hinter diesem Weg liegenden Grundstücken leistet. Ich vermaß den Weg und ermittelte 3 m Breite. Also hätte ich bei Annahme des Mindestabstands von 3 m nur noch anderhalb Meter auf unserem Grundstück vorsehen müssen. Da wurde mir doch beschieden, es sei nicht sicher, dass der Weg 3 m breit sei! Ich hatte es selbst vermessen, und es war auch aus den digitalen Plänen ablesbar, die ich mir vom Vermessungsamt (?) für ein überschaubares Geld hatte zusenden lassen. Und jetzt wurde mir mitgeteilt, ich müsse eine nochmalige Vermessung mit Gebühren in vierstelliger Höhe bezahlen, wenn ich genau bis zur Mitte gehen wolle! Hallo?!

Am Ende begnügte ich mich mit 1 m, musste also auf unserem Grundstück 2 m zusetzen. Natürlich mussten dafür die Zeichnungen angepasst werden! Und das war nicht die letzte Änderung. Es stellte sich heraus, dass eine Höhe des Umgebungsgeländes zu berücksichtigen ist. Das ist nun bei einer ausgeprägten Hanglage ohne Weiteres nachvollziebar; den Nachbarn oberhalb betrifft die Höhe des zu errichtenden Gebäudes nicht so sehr wie den unterhalb, abgesehen vom bis dahin vielleicht unverbauten Talblick. Sein Grundstück wird jedenfalls weniger verschattet – je nach Himmelsrichtigung – als bei einer Errichtung auf gleicher Höhe. Mit Kostja ermittelte ich eine Höhendifferenz zur Straße von 23 cm. In Gottes Namen: eine weitere Verschiebung des Hauses nach Südwesten, also zur Bahn hin, um diese 23 Zentimeter.

So verging die Zeit.

Der größte (teuerste) Knaller kam dann jedoch, als der Antrag bereits ein dreiviertel Jahr lief. Oder herumlag. Das lärmtechnische Gutachten. Der Fairness halber muss ich zugeben, dass das eine Hürde mit Ansage war. Wegen irgendeiner Sache – vielleicht wegen der Bäume auf dem Grundstück – war ich mal auf dem Ordnungsamt, und dort geriet ich in die Fänge einer Sachbearbeiterin, die in Sachen lärmbedingter gesundheitlicher Beeinträchtigungen topfit ist. Und keine Gnade kennt. Als diese mir gegenüber von einem solchen Gutachten sprach, dachte ich zunächst, das sei so ein Kaliber wie der Brandschutznachweis, das ich mir selbst schreiben könnte. Aber nein, abgesehen davon, dass mir wahrscheinlich der richtige Stempel zum Nachweis einer vom Bauherrn unabhängigen und womöglich auch irgendwie zertifizierten Stelle fehlte, habe ich einfach nicht die Kenntnisse, um solch ein Gutachten zu erstellen. Und selbst das Ingenieurbüro, das wir dann schließlich für viel Geld beauftragten, musste sich bei der Bahn die Lärmpegel beschaffen und nach einer Beanstandung durch besagte Sachbearbeiterin nachbessern. Und die Sache kostete nicht nur Geld, sondern auch ein weiteres viertel Jahr. Und sie bringt rein gar nichts – außer der Baugenehmigung, mit der Auflage natürlich, die Bestandteile der Bausubstanz entsprechend den ermittelten Werten und den geforderten maximalen Innenraumpegeln auszuwählen.

Schließlich soll noch das Liegenschaftsamt erwähnt werden. Dort kamen Ideen auf, wegen der Abstandsbelastung des Fuß- und Fahrradweges durch das Wohnhaus und wegen des praktisch direkt an die Grundstücksgrenze geplanten, jedoch viel niedrigeren Nebengebäudes Grunddienstbarkeiten zu beantragen. Die Krönung war eine von mir beizubringende Erklärung, den Laubfall einer angrenzenden Robinie dauerhaft zu tolerieren. Das sollte wirklich und wahrhaftig über einen Notar gehen! Das allerdings konnte ich dem anfordernden Sachbearbeiter noch wieder ausreden. Aber schriftlich und unterschrieben hat er’s trotzdem. Es muss sehr klagefreudige Zeitgenossen geben, dass die städtischen Behörden derart angsterfüllt agieren.

Ach ja, die Statik wurde dann doch noch wichtig. Deren Ersteller musste ein Formular unterschreiben, das die Standsicherheit bestätigte. Und das macht natürlich niemand blind, sondern nur dann, wenn er eine von ihm verstandene (also zweckmäßigerweise gleich selbst erstellte) Statik vorliegen hat.

Ich spare mir jetzt den Blick in den dicken Stapel der Genehmigungsunterlagen, um herauszufinden, ob da noch was war. War es gewiss. Aber für heute soll’s genug sein.

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